Koh Phangan – Unser Insel-Favorit im Golf von Bangkok

Koh Phangan – Eine extrem entspannte Insel

Eine Sandbank, die sich von Süden nach Norden zieht, gibt der fünftgrössten Insel Thailands im Golf von Bangkok ihren Namen, Koh Phangan. Zwischen dem grossen, sehr touristischen und infrastrukturell und verkehrstechnisch stark erschlossenen Koh Samui im Süden und dem kleinen, grünen aber von Tauchern völlig überlaufenen Koh Tao im Nordwesten gilt Koh Phangans Ruf wohl vor allem den weltweit bekannten Fullmoonpartys. Doch sehen wir mal von den zwei bis drei Tagen vor und nach dem Vollmondtag eines jeden Monats ab, wenn halbnackte, vollgedröhnte Jünglinge auf ihren Scootern den gesamten Strassenverkehr auf der Insel unsicher machen, ist Koh Phangan extrem entspannt, nicht zu klein und nicht zu gross, genau richtig.

Mehr als nur eine Partyinsel

Was macht diese Insel aus? Koh Phangan scheint für viele Besucher der Inbegriff der Partys rund um die Vollmondzeit zu sein. Dabei hat diese Insel weitaus mehr zu bieten. Die Fülle an Yoga-, Meditations- und Detoxoptionen zieht zahlreiche Kurz- und Langzeitbesucher ebenso an, wie die traumhaften Strände und zahlreichen, hübschen Buchten, die das Eiland aufzuweisen hat. Koh Phangan besticht durch saftig grünen Dschungel und etliche Wanderoptionen. Nicht zuletzt zu den Wasserfällen der Insel, die in ihrer Fülle jedoch meist nur in den europäischen Wintermonaten zu bestaunen sind.

Die Yoga-Szene auf Koh Phangan

Eine regelrechte Yoga- Community tummelt sich rund um das Örtchen Sri Thanu. Hier leben viele Expats, aber auch die Ausländer, die sich über mehrere Monate den weitreichenden Angeboten des Yogas und der Meditation widmen oder sich auf eine der vielen Entgiftungskuren in den Retreats einlassen. Auf die zumeist sehr gesundheitsbewussten Besucher, stellen sich viele der Cafés, Restaurants und Essensstände ein. Vom gesunden Frühstück mit Müsli oder dunklem Brot, trumpft Sri Thanu mit Smoothies, Früchten, Fruitshakes und etlichen vegetarischen und veganen Ernährungsoptionen auf. So gross die Yoga- Szene in dem kleinen Ort ist, so differenziert sollte man sich mit den einzelnen Schulen und Angeboten beschäftigen und zwischen seriös, professionell und fragwürdigen, einem Sektenkult ähnlich, lebenden Gemeinschaften auswählen. Zu meinen persönlichen Erfahrungen und meine Empfehlungen gibt´s hier noch einmal einen eigenen Beitrag.

Faszinierende Kolosse – Walhaie auf Koh Phangan

Neben dem Taucherhotspot Koh Tao tritt Koh Phangan in den Hintergrund. Völlig zu Unrecht, denn neben den vorgelagerten Tauchplätzen, sind die Tauch- und Schnorcheloptionen des Angthong Marineparks nicht ausser Acht zu lassen. Das Highlight aber ist der begehrte Sail Rock, ein Dive-Spot etwa eine Stunde nördlich der Insel, der inmitten des offenen Meeres liegt und für seine riesigen Fischschwärme und, je nach Jahreszeit, für die häufige Sichtung von Walhaien bekannt ist.

Er ist nicht nur der grösste Hai, sondern auch der grösste Fisch unserer Zeit. Als wir Anfang/ Mitte Mai auf Koh Phangan ankommen, werden nahezu täglich Walhaie rund um den Sail Rock gesichtet. Doch nicht nur diese faszinierenden Kolosse begeistern. Die riesigen, bunten Fischschwärme, Fischwände sind es vielmehr, und die unglaublich klaren, synchronen und nahezu choreografischen Bewegungen, die diese Lebewesen im Wasser vollbringen, ziehen uns in den Bann. Fast hätte ich vergessen, wie grandios Tauchen sein kann!

Entlang der Westküste Koh Phangans

Von Thong Sala aus, dem Hauptort der Insel, gelangt man binnen einer halben Stunde sowohl zum südlichen Fullmoon-Party Strand Haad Rin, als auch ins Fischerdorf Chaloklum, an der Nordspitze. Der Küstenstrasse entlang Richtung Norden reihen sich mehrere schöne Strände und kleine Buchten mit Unterkünften für jeden Geldbeutel. Bislang hält sich der Riesen-Resort-Massentourismus hier noch in Grenzen.

Obwohl der eine oder andere grössere Hotelkomplex wie in Haad Salat oder am Ende des Haad Yao Beaches zwar fehl am Platz wirken, fügen sie sich durch ihre Bauweise irgendwie ein. Der luxeriöse Betonklotz jedoch, der gerade in der Ao Mae Haad, einer ehemals so wunderschönen Bucht im Nordwesten, gebaut wird, lässt erahnen, welche Klientel die Investoren auf die Insel zu locken versuchen. Aktuell zieht die Westküste Koh Phangans eine breite Masse Alleinreisender, Pärchen und Familien an, während die jungen Partybegeisterten sich hier nur kurz während des Fullmoonparty-Spektakels oder gleich im Süden der Insel einmieten.

Grün, grün, grün sind alle meine Ausblicke

Viele bewohnte, wie unbewohnte Strände an der Ostküste der Insel sind bis heute nur mit dem Boot erreichbar. Die gigantischen Ausblicke in und über das Grün des Dschungels passen nicht so recht ins Bild mit dem neuen Highway, der hinauf gen Nordosten führt. Hier gelangt man in die wunderschöne Bucht von Than Sadet, die mit ihrem türkisfarbenem, klaren Wasser und weissem Sandstrand, eingeschlossen von Wald und Felsen anmutet. Wenige Unterkünfte ziehen die Urlauber hier an, die in Ruhe und Abgeschiedenheit, ohne jegliche Infrastruktur, ihre Tage geniessen möchten.

Weiter nördlich liegen die Urlaubsstrände Thong Nai Pan und Thong Nai Pan Yai. Ersterer wartet mit Resorts, Sonnenliegen-Tourismus und diversen Shops im Hinterland auf, während der südlicher gelegene Strand insgesamt hübscher und ruhiger wirkt. Im Vergleich zu den Buchten der Westküste aber, scheint hier tatsächlich schon der Pauschalurlauber angekommen zu sein.

Einmal Bottle Beach, bitte!

Die im Norden beliebte Haad Khuat, auch Bottle Beach genannt, beeindruckt durch einen langen weissen Sandstrand, beherbergt mehrere Bungalowanlagen am Strand und einige Restaurants. Wer hier wohnen möchte, kann nur mit dem Taxiboot anreisen. Alternativ startet eine schöne Wanderung (natürlich ohne Gepäck) nahe der Haad Khom für die ich (keine Sportskanone!, ohne grosse Pausen) eine gute, schweisstreibende Stunde gebraucht habe. Beginnend oberhalb der kleinen, schnuckeligen Bucht hinter Chaloklum ist der Weg durch ein Schild und zahlreiche Glasflaschen gezeichnet und führt quer durch den Dschungel. Wem das genügt, kann sich am Beach ein Boot für die Rückfahrt chartern.

Zu guter Letzt ein Tipp fürs Essen

Der darf nicht fehlen, denn das Thai Food ist einfach unschlagbar gut. Klar, wer Urlaub macht, der gönnt sich Cocktails in der Beach Bar und das allabendliche BBQ, welches die meisten Unterkünfte am Strand in der Saison anbieten. Wer es aber eine grosse Auswahl leckerer, authentischer und noch dazu günstiger Küche erleben möchte, dem sei der Panthip Food Market im Herzen von Thong Sala ans Herz gelegt. Ob klassisches Pad Thai, frische Fruchtshakes oder schmackhafte Currys zum Mitnehmen- ein Genuss! Auch auf der Walking Street im Ort, die ihre Pforten am späten Samstag Nachmittag öffnet, finden sich neben Kleidung und Souvenirs schmackhafte Köstlichkeiten der thailändischen Küche, die zum Ausklang des Tages am nahegelegen Strandabschnitt genascht werden können.

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