Arugam Bay

2014

Die großartigen Tage in und um Ella herum ließen uns mit gemischten Gefühl zum Meer nach Arugam Bay aufbrechen. Eigentlich ein Ort, den wir gar nicht auf dem Plan hatten, den uns aber zwei Mädels in Ella schmackhaft gemacht hatten. Da Ella recht fern von allem ist, konnten wir nun zum ersten Mal über einige Stunden den öffentlichen Busverkehr in Sri Lanka hautnah miterleben. Hautnah kennen wir aus anderen Ländern, wenn man eingepfercht in Minibussen sitzt oder die größeren Busse mit Menschen vollgestopft werden, die stehen müssen. Tatsächlich war es in Sri Lanka so, dass es schwierig war einen Sitzplatz im großen Bus zu bekommen, wenn diese nicht gerade dort gestartet sind, wo wir einstiegen. So hatten wir trotz Umsteigens Glück und ergatterten Sitzplätze. Alles in allem ein spannendes, weil auch nur 5-6 Stunden dauerndes Erlebnis. Es war extrem warm und die Menschen pferchten sich wirklich Haut an Haut.

Arugam Bay überraschte uns positiv: Ein touristischer Surferort, viele Gästehäuser und Restaurants, aber alles in allem sehr entspannt und gechilled. Der Ausflug dorthin wurde von der wunderschönen Umgebung belohnt. Wir haben uns zweimal einen Roller gemietet und einfach die Gegend erkundet. Dabei hatten wir das Glück in der Nähe des Gala East National Parks in einem kleinen Dorf auf ein großes Hinufest (murugan thirnvilla) zu stossen, wo wir aufs herzlichste empfangen wurden. Die Familien campten mit Sack und Pack für ein Wochenende am Fuße eines großen Steinhügles auf dem die Glübigen beteten. Unterhalb an einem kleinen Tümpel wurden offenbar Waschzeremonien abgehalten, was bedeutete, dass es mehrere Männer gab, die Eimer mit Wasser immer wieder füllten und den Neuankömmlingen mehrere hiervon über den Kopf gossen. Reis wurde verschenkt- jeder bekam eine handvoll hiervon mit viel Zucker und Rosinen gesüsst.

Auf dem Platz, wo die Familien lebten, kochten, die Kinder spielten ging es zu wie auf einem Jahrmarkt. Und kamen wir in den Genuss von klebrigen Süssigkeiten, die (der Zubereitung, der wir zuschauen durften) aus reinem Zucker bestanden. Die Familie, die wir hier kennenlernten war super nett und interessiert, was aber auf so ziemlich alle Menschen zu traf, denen wir hier begegneten. Und erneut hatten wir gänzlich nicht den Eindruck, das irgendeine Gegenleistung für diese Freundlichkeiten erwartet wurde, was uns sehr beeindruckt hat.

Auf dem Weg zurück begegneten uns scharenweise Pfauen, aber auch Büffelherden und diverse Vögel. Die Sehnsucht, einem wilden Elefanten zu begegnen wurde uns dann erst bei unserem nächsten Rollerausflug zuteil. Am späten Nachmittag lief dieser direkt vor uns über die Strasse. Yes!

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