Dambulla- Kandy

2014

Nach diversen Weiterreiseoptionen entschieden wir über Dambulla, wo ein recht interessanter Höhlentempel zu besichtigen war, direkt in Richtung Kandy zu fahren. Eine kleine Farce bescherte uns die sri lankanische Polizei. Stephan fuhr an diesem Tag mal wieder vergnüglich das TukTuk, was ihm aber nach 3 langen Polizeistopps am Strassenrand deutlich vermiest wurde, Sod ass Jude wieder einspringen musste. Letztlich haben wir die „Beamten“ geschmiert, um weiterzukommen. Zunächst hatten wir ein Haltezeichen missachtet, später stellte sich heraus das Stephans internationaler Führerschein seit vier Jahren abgelaufen war. Erstaunt hat uns nur, dass Führerschiene ablaufen können, weshalb wir uns im Vorfeld mit solchen Fragen nie beschäftigt haben.

Reiseführer, Foren und auch unser Fahrer stimmten überein, dass während der Esala Perahera (einem gigantischen hinduistischen Fest), die Hotelzimmer ausgebucht und vollkommen überteuert sind. Daher hatten wir ursprünglich geplant ausserhalbs Kandis abzusteigen, da die Perahera einen Tag nach unserer Ankunft starten sollte. Ein spontaner telefonischer Versuch, ein Zimmer zu reservieren bestätigte sich als voller Erfolg: Der telefonisch genannte Preis bezog sich auf beide Nächte und nicht, wie wir dachten auf eine. Das merkten wir aber erst bei der Bezahlung, nachdem wir bereits gehandelt hatten und das Frühstück mit im Preis verhandelt hatten.
Trotz eines regendurchtränkten Abends begann mit diesem Abend in Kandy eine andere, für uns weitaus spannendere und sogkräftige Reise durch Sri Lanka.

Kandys Zahntempel scheint, wie wir von Freunden vernommen haben, nicht bei allen Besuchern beliebt zu sein. Uns hat das religiöse und sehr authentische Treiben, trotz der zahlreichen Touristen, unglaublich faziniert. Das mag u.a. auch damit zu erklären sein, dass viele Touristen Einheimische waren, die nur zur Esala Perahera nach Kandy gereist sind und entsprechend anders auftraten als unser einer.

Die Authentizität des Glaubens, der Freude und des Enthusiasmus in die Religion spiegelte sich am Abend bei Besuch des ersten traditionellen Perahera- Umzuges.
Als Kölner kennen  wir natürlich die Absperrungen und das Sicherheitsaufgebot eines Rosenmontagszuges. Die Ähnlichkeit war verblüffend: Absperrungen, Tribünenplätze,  geschlossene Geschäfte… Die Feierlichkeiten dauern 10 Tage und es heisst, dass die Umzüge von Tag zu Tag an Größe und Pompösität zunehmen. Umzüge bedeuten tatsächlich Strassenumzüge mit Musikern, Tänzern und zahlreichen (leider katastrophal dressierten und entsprechend gestörten) Elefanten- alle kostümiert und geschmückt- Feuershows und Lichtern. Einen sehr interessanten Job hatten einige junge Männer, die den, regelmäßig in besonderen Wägen, nachgelieferten Elefantendung als Zündstoff für ihre Fackeln nutzen. Das Publikum saß schon Stunden vorher gespannt und erwartungsvoll am Strassenrand, um einen sicheren und sichtfähigen Platz auf das Geschehen zu ergattern. Trotz der sehr fragwürdigen Tierhaltung, ein phänomenales Erlebnis!

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