Debark- Simien Mountains- Gonder, Oktober 2013

2013

Früh am nächsten Morgen ging die Reise weiter nach Debark in die Simien Mountains. Die Fahrt dauerte den ganzen Tag und führte uns über eine Serpentienenstrasse durch die Berge, die gerade im Bau und entsprechend katastrophal zu befahren war. Die gigantischen Ausblicke und Eindrücke lohnten die strapaziöse Fahrt aber in jeder Hinsicht.
Die Ankunft in Debark bei Starkregen, Gewitter, vollen Hotels und völlig überzogenen Preisen dämpfte unsere Vorfreude auf eine Wanderung in den Simiens dann aber deutlich.
Letztlich fanden wir aber ein annehmbares Zimmer und buchten eine Tour für den nächsten Morgen in den Nationalpark.

Leider hatten wir dann gleich Stress im Hotel. Das uns versprochene und vorab gezeigte Zimmer wurde getauscht. Das Neue hatte nicht den gleichen Standard, sollte aber ebensoviel kosten. Leider erfolglos stritten und diskutierten wir mit dem Personal. Belohnt wurde dieser „verlorene“ Auseinandersetzung mit der ungewollten Slapstickeinlage einer der Bediensteten: Die Badtür schloss nicht, d.h. die Tür ging immer wieder auf, so dass wir weder in ruhe aufs Klo gehen konnten, noch war es möglich zu duschen, ohne, dass dadurch das Zimmer unter Wasser gestellt worden wäre. Der Versuch der Dame eine neue Türklinke einzubauen, führte dazu, dass sie im Minibad stand, die Klinke sich löste und sie mit Klinke in der Hand eingeschlossen im Bad stand und wir ihr auch nicht helfen konnten. Von aussen gab es keine Klinke! Die Schilderung kann nicht annähernd die Situationskomik beschreiben und die damit verbunden Lachpruster- es war wirklich urkomisch!

Beim kurzen Spaziergang durch den Ort lernten wir einen netten Typen kennen, der uns viel über das Land und die Umgebung erzählte, letztlich am Abend einen Brief für uns im Hotel abgab und sehr interessiert an weiterem Kontakt (oder Unterstützung?) zu sein schien.

Der Trek am nächsten nächsten Morgen in die Mountains war großartig, klare Sicht und eine Vielzahl von Pflanzen und Gelada Affen prägten das Bild. Leider zog im Laufe des Morgens der Nebel auf, so dass wir am Ziel der Wanderung in einem Nebelwald saßen. Wobei es viel spektakulärer war, diese rasante Wetterveränderung zu erleben als das versprochene Highlight, einen Wasserfall, zu sehen. Wir hörten ihn durch die Dunstschwaden ja immerhin.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Gonder, wo wir uns ein super schickes Hotel (edel, neu) für sage und schreibe 28 € leisteten, was unser Budget zwar übersteigt, aber nach einigen Verhandlungen in der Preis-Leistung unschlagbar war.
Da Daniels Bruder in Gonder studiert, haben wir ihn am Abend abgeholt und sind gemeinsam in die Dashen Brauerei gefahren. Ein großer, offener Pub mit frischgezapften Bier, lauter Musik und vielen, tanzenden Menschen.
Nach einem kurzen Ausflug zum Sonnenaufgang zu einem Aussichtspunkt über der Stadt und einem leckeren Frühstück, schlenderten wir noch ein Stündchen über den Markt in Gonder, wo uns die Menschen leider nicht alle mit Wohlwollen empfingen, andere Einheimische dies aber durch ihre Freundlichkeit wieder wett machten.

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