Düsseldorf- Yogyakarta

2011

Ein erneuter Aufbruch nach Asien…
Das Fernweh hat uns fest im Griff und so konnten und wollten wir nicht länger warten und  sind zu einem erneuten Trip nach Südostasien gestartet. An dieser Stelle möchten wir unseren Blog mit dem einen oder anderen Bericht unserer Reisereindrücke fortsetzen.
Diesmal sind wir jedoch „nur“ auf Urlaub 4 1/2 Wochen in Indonesien unterwegs.
Vielleicht müsste man korrekterweise „auf Indonesien“ sagen, denn mit mehr als 17500 Inseln ist das Land der größte Archipel der Welt. Und so war es gar nicht leicht zu entscheiden, welche der Inseln wir uns zum Ziel setzen. Letztlich haben wir uns  für Java und Bali entschieden.

Am Samstag, den 06.08.2011 sind wir  mittags in Richtung Düsseldorf Flughafen aufgebrochen. Etwa 26 anstrengende Stunden später, nachdem wir einen geplanten Zwischenstop von 8  langen Nachtstunden auf dem Flughafen in Dubai eingelegt hatten und eine weitere, uns vorher nicht bekannte Zwischenlandung in Colombo, Sri Lanka, machten, erreichten wir unser erstes Ziel: Singapur.
Nach einer kurzen Nacht im Hostel gings am Montag Morgen aber direkt weiter Richtung Yogyakarta, Java, Indonesien.

Yogyakarta hat vermutlich etwa eine halbe Million oder mehr Einwohner. Die verschiedenen Quellen gehen hier in ihrer Meinung deutlich auseinander. Groß ist die Stadt in jedem Fall- und pulsierend.
Wir haben im Laufe der knapp 4 Tage, die wir hier verbracht haben, immer wieder gewisse ähnlichen mit Hanoi festgestellt. So auch die irrsinnige Verkehrssituation dieser Stadt.  Motorrad an Motorrad, Auto an Auto. Dazwischen Fahrradtaxis und Kutschen. Und natürlich wir als Fußgänger, die viel Geduld aufbringen mussten, bis es uns möglich wurde, die Straßen zu überqueren, ohne dabei unsere Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Wir hatten viel Zeit durch die Straßen zu ziehen und die Menschen in ihrem alltäglichen Leben zu beobachten. Natürlich gibt es hier viel Ähnlichkeit zu anderen südostasiatischen Städten und dennoch fallen einem immer wieder Kleinigkeiten auf, die dann doch daruf hinweisen, wo man sich gerade befindet.
Besonders positiv ist uns hier aufgefallen, dass die Menschen unglaublich freundlich und offen sind, ohne uns dabei einen Eindruck zu vermitteln, dass sie von uns als Touristen profitieren möchten. Natürlich gibt es auch solche Leute, aber bisher in der Minderheit. Anders als z. B. in Laos oder Kambodscha, wo wir ebenso freundliche Menschen gertoffen haben, haben wir hier das Gefühl, die Leute kommen viel häufiger auf uns zu: Um uns zu helfen, uns etwas zu zeigen oder einfach nur, um mit uns zu sprechen.
Ein Erlebnis führte uns mitten in Yokyakarta zu den Bewohnern nahe des Flusses, in kleine Siedlungen, die scheinbar wenige Touristen heimsuchen. Ein junger Mann mit seinem Kind lud uns ein und führte uns durch sein „Viertel“.  Zu behaupten, dass wirklich jeder der Bewohner uns ehrlich, freundlich und freudig gegrüsst hat, wäre vermutlich keine Lüge.
Ein weiteres Phänomen, welches uns bisher nicht in der Art begegnet ist, sind die Musiker,  die sich hier in Bussen, Restaurants und auf Strassen Geld verdienen.  Es bedarf aus unserer Sicht einigen Mutes, sich als vielleicht 12 oder 13 jähriger Junge eine halbe Stunde lang, laut singend in einen bevölkerten, fahrenden Bus zu stellen und dann noch eine Geschichte zu seinen Liedern zu erzählen. Solche Momente lassen auch uns immer wieder erfreuen.

Neben den städtischen Einrücken Yogyakartas, haben wir den Aufenthalt hier genutzt, um uns mit einige der naheliegenden Kultur- und Naturphänome Javas zu besuchen.
Unser erster Ausflug führte uns zum Borobodur, dem größten buddhistischen Baudenkmal der Welt. Um 4 Uhr in der Früh brachen wir auf, um ihn bei Sonnenaufgang in einem beeindruckenden Licht stehen zu sehen.
Ähnlich früh ging es am nächsten Morgen aus den Federn und zum Fuße des Gunung Merapi, wo  wir natürlich auch die eindruckvollen ersten Tagesglichtstunden erleben wollten. Der Gurung Merapi, der Feuerberg, gehört sicher zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Lediglich 30 km Luftlinie liegt er von Yogyakarta entfernt. Aufgrund seiner Unberechenbarkeit ist der Merapi mit 6 seismographischen Stationen der bestbeobachtete Vulkan Indonesiens. Zuletzt brach er erst im November 2010 aus. Die meisten Gebäude sind vollkommen zerstört gewesen und dennoch lassen sich die Menschen nicht von hier vertreiben. Auf unserem Weg konnten wir beobachten, wie viele neue Häuser gerade wieder im Bau sind, obwohl alle wissen: Der nächste Ausbruch kommt bestimmt…
Um unsere letzten, sehr kurzen Nächte zu toppen, haben wir den Nachtzug nach Malang genommen. Durch klimaanlagenbedingtes Nordpol-Feeling und unbequeme Sitze, konnten wir auch diesmal leider keinen langen erfüllten Schlaf finden und sind am Nachmittag des nächsten Tages entsprechend ermüdet am Mount Bromo angekommen.

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