Grenzübergang Laos Kambodscha – Kratie

2010/2011

Trotz hellichten Tages, haben wir in einem Schlafbus (wir vermuten irgendein Problem mit den regulären Fahrzeug), eher unbequem und mit einem Platz direkt an der Toilette, die Grenze nach Kambodscha bei Dong Krolor überquert. Da der Grenzübergang nicht stark frequentiert war, konnten wir entsprechend schnell die Ein- und Ausreiseprozedur hinter uns bringen. Dennoch möchten wir hier etwas detaillierter von den korrupten Machenschaften an der Grenze beschreiben:

Bereits bei der Einreise in Laos mussten wir für die Stempel im Pass zahlen. Unser Reiseführer machte auch schon darauf aufmerksam, dass an der Grenze zu Kambodscha ebenfalls die Dollar in die Taschen der Grenzbediensteten fliessen, um Stempel oder Ähnliches erlangen zu können. Laut Reiseführer soll man nach dem Namen des jeweiligen Beamten fragen, um so zu erreichen, dass dieser uns in der Sorge, man könne ihn bei den Behörden anschwärzen, umsonst durchlässt. Tatsächlich betrug der Preis für das Visum lediglich 23 US- $.  Vier weitere Dollar werden verlangt für den Stempel bei der Ausreise (2$), für das Fiebermessen (1$) und das Stempeln (1$) vor der Einreise.  Zwar fragten wir nicht nach dem Namen des laotischen Ausreisebeamten, velangten aber vor der Zahlung eine Quittung, bevor wir zahlten. Der Mann nahm zwar unsere Ausreisekarte entgegen, weigerte sich aber ohne Zahlung einen Stempel zu setzen und erklärte, dass es keinen Beleg gibt. Theoretisch wären wir wohl weitergekommen, uns schien das ohne Stempel jedoch etwas unsicher. Im Laufe der Diskussion schnaufte der Grenzbeamte wütend, dass alle Leute zahlen. Wir wiederum erklärten, dass wir gerne zahlen, wenn er uns dies quittiert. Statt Antworten, schwappte uns nur eine Welle des Ärgers entgegen. Letztlich schob Edith 2$ rüber, wir bekamen zwei Stempel und zogen ab. Stephan hatte sich somit erfolgreich um die Abgabe des Bestechungsgeldes herum gewunden. Beim Fiebermessen auf kambodschanischer Seite bekamen wir dann tatsächlich anstandslos eine Quittung. Da wir uns die Einreise nach Kambodscha nicht verderben wollten, zahlten wir den letzten Stempel- Dollar dort ohne Widerstand.

Unser erstes kambodschanisches Ziel, der Ort Kratie, führte uns am späten Nachmittag noch einmal zu den Irrawaddy- Delphinen. Ein fleissiger Hotelbediensteter hatte uns einen „Super- Discount“ für das Tuk Tuk eine Freundes offeriert, so dass wir nicht „nein“ sagen konnten. Die erste Dame vor Ort wollte schon Geld haben, nur damit wir uns ans Ufer setzen durften. Wir zogen den Platz auf einer Mauer einige Meter weiter aber den Stühlen vor und hatten Glück, von dort aus einige Tiere beobachten zu können.

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