Kalpitiya – Wilpattu Nationalpark – Anuradhapura

2014

Die Entscheidung war auf ein TukTuk mit Fahrer gefallen und so starteten wir am nächsten Morgen mit Jude, unserem Fahrer, Richtung Kalpitiya.
Ein Zwischenstopp bei einem hübschen Hindutempel, wo wir eine kleine Zeremonie miterleben durften, hat die lange Fahrt ebenso bereichert, wie das Vergnügen, dass wir beide die Möglichkeit hatten das TukTuk zu lernen.

Kalpitiya entpuppte sich als relativ unspektakulär, was vermutlich daran lag, dass wir erst am späten Nachmittag dort ankamen und bis zum Sonnenuntergang eine Unterkunft suchten. Unserem Eindruck nach erstreckten sich die Hotels entlang der Küste, wobei sie weit auseinander und vom eigentlichen Ort entfernt lagen. Unsere Unterkunft (echt sehr hübsch, luftig, locker direkt am Strand) schien nur eine von mehreren teuren Fullboard- Bleiben zu sein, aus denen die Touristen selten raus kommen, es sei denn sie gehen dem Kiten nach, für den die Winde hier prädestiniert sind.

Das nächste Ziel, den Wilpattu Nationalpark, steuerten wir nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen an. Nach der Ankunft machten wir uns direkt zum spätnachmittäglichen Gamedrive auf, der insofern eine Enttäuschung war, als dass wir weder den heissersehnten Leoparden noch Elefanten sahen. Allerdings zeigten sich die verschiedensten Vögel, Büffel, Wild, Schakale und Krokodile.
Beim Spaziergang am frühen, nächsten Morgen, glauben wir aber, in der Ferne einen Leoparden bei der Jagd auf Rehe/ Hirsche beobachtet zu haben- zumindest wünschen wir uns, dass dies die Szenerie gewesen ist, die wir gesehen haben…

Trotz der Unabhängigkeit des TukTuks waren wir nicht wirklich zufrieden mit dem bis dahin in Sri Lanka Erlebten. Das I- Tüpfelchen dieses Gefühls setzte der Besuch in Anuradhapura, Königstadt und buddhistisches Zentrum auf der Insel. Es ist immer eine sehr subjektive Sicht auf die Dinge und vielleicht waren unsere Erwartungen an diesen Ort mit seinen zahlreichen Klöstern und Tempeln nach Angkor Wat in Kambodscha und Baganin Myanmar einfach zu hoch. Vielleicht haben wir zu sehr verglichen. Vielleicht haben wir aber auch einfach schon zuviel buddhistische Tempelanlagen gesehen, so dass eine gewisse Langeweile einritt. jedenfalls waren wir ziemlich enttäuscht von dieser stinkenden, großen Stadt. Trotz des insgesamt ernüchternden Eindrucks erlebten wir dennoch ein kleines Highlight als wir rund um den Bodhi- Baum einer Phuja miterleben konnten. Der Bodhi- Baum ist ein spirituell wichtiger Ort in der buddhistischen Relegion, der viele Gläubige dorthin pilgern lässt. Phujas nennen sich die Gabenbring- und Gebetszeremonien, die durch rhythmisch, mystisches Trommeln eingeläutet werden. Passend zu einer solchen Zeremonie konnten wir die Spiritualität sehr intensiv bei dem Gesang der Menschen erleben.

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