Kanchanaburi

Die westthailändische Stadt Kanchanaburi selbst ist vermutlich weniger bekannt, als die in nur einigen Kilometern entfernte „Kwai River Bridge“. Trotz der Berühmtheit von Film und Buch kennen wir Beides nicht und konnten hier unser Geschichtswissen ein wenig aufstocken. Während des 2. Weltkrieges haben die Japaner zahlreiche asiatische Zwangsarbeiter verdonnert eine Versorgungstrasse zwischen Thailand und Birma quer durch den Dschungel zu bauen, wobei etliche von Menschen ums Leben kamen oder an den Folgen von Krankheiten starben. Die berühmte Brücke am Kwai, Teil der sogenannten „Death Railway“, wurde von den Alliierten zerstört.
Während die Trasse Richtung Birma geschlossen ist, verkehrt zwischen Bangkok und Nam Tok auch weiterhin ein Zug mit dem wir den Weg nach Kanchanaburi zurückgelegt haben.

Mit Anne und Martin aus Schweden, den wir auf dem Weg zum Bahnhof in Bangkok kenengelernt haben, sind wir am nächsten Tag zu einem Ausflug mit einem Pick up Taxi in die nähere Umgebung gestartet. Eigentlich eine sehr schöne Landschaft, die aber von einheimischen und ausländischen Touristen so sehr bevölkert ist, dass es wenig Spass machte, die vom Fahrer angesteuerten Ziele zu erkunden. Einzig nahe des Endpunktes der Eisenbahn konnten wir einen wundervollen Blick geniessen.

Am Abend des gleichen Tages ist auch Jerome in Kanchanaburi angekommen, der wiederum Perig mitbrachte, ebenfalls aus Frankreich, den er im Zug kennengelernt hatte. Bereichert wurde die Gruppe am letzten Tag des Jahres noch durch Mirim aus Kirgistan, die gemeinsam mit Perig bei der UN in Bangkok arbeitet. So hatten wir wirklich schöne, lustige und sehr interessante Abende in dieser großen und spannenden Multikulti-Runde.

Den Silvesterabend haben wir bei mehrern Gängen in einem sehr leckeren Restaurant am Fluss verbracht und sind im Anschluss durch die Bars gezogen.
Die Tage waren sehr ruhig, unser Bungalow und die große Veranda auf dem Fluss luden zu entspannten Stunden bei einem Bierchen und Musik zum Sonnenuntergang ein. Obwohl die Stadt Kanchanaburi nicht besonders aufregend ist und wir wenig unternommen haben, hat uns die Zeit dort sehr zufrieden gestellt. Besonders die Zusammenkunft mit den unterschiedlichen Menschen und Kulturen hat dies unterstrichen. Gerade weil wir seit Laos verschiedene Wege gegangen sind, war es für uns ausserdem sehr spannend uns mit Jerome und Anne über die verschiedenen Reiseerfahrungen auszutauschen..
Bevor wir am Donnerstag Richtung Deutschland aufbrechen, ist das nächste und leider auch letzte Ziel unserer Reise erneut Bangkok.

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