Koh Mak- Bangkok

2010/2011

Koh Mak ist nicht nur deutlich kleiner als Koh Chang, die Insel ist auch wesentlich ruhiger. Einige der Bungalowanlagen am Strand ziehen Touristen, auch einige Familien an. Ausser Schwimmen, Relaxen und Tauchen gibt es hier nicht viel zu tun. Obwohl Koh Mak gänzlich nicht dem großen Nachbarn Koh Chang ähnelt, ist hier wenig vom authentischen, thailändischen Leben zu spüren. Es hat den Anschein als sei die Insel lediglich für Touristen besiedelt worden, da es nur wenige Orte gibt, an denen Einheimische leben.

Sehr authentisch erwiesen sich die Thais, die wir in der Reggae-Bar gleich neben unserem Bungalow trafen. Schräge Hippie-Vögel, die ihren Lebensinhalt in der Musik und der Arbeit miteinander gefunden zu haben scheinen und dabei beneidenswert zufrieden wirken. Wir konnten uns natürlich nicht von diesem bezaubernden Ort trennen und haben jeden noch so müden Abend der Musik gelauscht oder hierzu getanzt.

Müde von Nichtstun, aber auch vom Tauchen. Neben einem französischen und einem britischen Tauchlehrer, haben wir Manu aus Holland kennengelernt, die uns mit ihrem unglaublich energetischen Wesen und ihrer extrovertieren, sehr sympathischen Art jeden Tag aufs neue begeistern und erfreuen konnte.
Die neuen Taucherlebnisse waren zudem großartig. Obwohl wir nicht annähernd wissen, welch großartige Tauchspots es in dieser Welt gibt, so war Koh Mak für uns das erste fazinierende Erlebnis unserer Tauchgeschichte. Wir haben riesige Schwärme von verschiedensten Fischen gesehen und sind  hindurch geschwommen. Das Wort „Wand“ beschreibt eindrücklich, wie wir diesen Lebewesen begegnet sind. Es schien wie eine Tapete im Wasser. Für uns: Unglaublich!

Obwohl wir uns erst nach einer Woche von Koh Mak getrennt haben, wurde uns das Inselleben, anders als geplant, etwas langweilig. So verliessen wir das Eiland und sind mit dem Speedboot zurück zum Festland geflogen. Geflogen, weil es katastrophal schnell ist und auf dem Wasser hüpft und springt. Nichts für schwache Mägen… oder Rücken. Stephan hatte auf dem Tauchboot, ebenfalls ein Speedboot, wenn auch viel kleiner, bereits einen Hexenschuss erlitten. Er konnte sich zwar einige Tage nur spärlich bewegen, im und unter Wasser war dies aber nur nebensächlich.

Obwohl wir uns, wie immer, eine kurze Reise erhofft hatten (Festland, Bus, Bangkok, 6 Std. ) wurden wir, ebenfalls wie immer, leider Teil einer ewigen Reise. Die Fahrt dauerte natürlich viel länger, als uns zuvor berichtet wurde. Ausserdem wurden wir Zeuge einer defekten Lenkung, so dass wir etwa zwei Stunden vor Bangkok, 1 1/2 Stunden an einer Raststätte auf einen neuen Bus warten mussten.

Nachdem wir in Bangkok eine Unterkunft gesucht und endlich etwas gegessen hatten, wollten wir eigentlich nur noch einen kurzen Absacker trinken und unsere Mails checken. Auf der Strasse sprang uns irgendwann jemand von hinten an und warf seine Hände um unsere Schultern. Unsere erstaunten Blicke, als wir uns umdrehten, sagten alles: Jerome wusste, dass wir nicht mit ihm gerechnet haben, zudem hatte er die Harre geschnitten und wir erkannten unseren Weggefährten aus dem laotischen Norden erst auf den zweiten Blick. Die nächste Überraschung erwartete uns in der gegenüberliegenen Bar, wo Anne sass. Die Beiden hatten sich per E-Mail verabredet, wohnten aber beide nicht in unserer Gegend und tranken dort nur noch ein Bier. Nachdem Anne einen Monat in Birma war und Jermone Kambodscha und Vietnam bereist hat, ist es schier unglaublich, dass wir uns per Zufall in Bangkok wieder über den Weg laufen. Die Freude war groß, nachdem wir uns fast zwei Monate nicht gesehen und in den letzten Wochen kaum E-Mail Kontakt hatten.

Wir haben bereits auf Koh Maak entschieden, dass wir noch für einige Tage in den Westen Thailands fahren. Anne hatte das gleiche Ziel und so sind wir am nächsten Tag gemeinsam mit dem Zug Richtung Kanchanaburi aufgebrochen.
Hier werden wir den Start ins neue Jahr zelebrieren und wünschen auch Euch schöne Silvesterfeiern und einen guten Rutsch in 2011!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.