Mount Bromo- Baluran Nationalpark

2011

Nach einer nächtlich kalten Zugfahrt und einigen weiteren Stunden in verschiedenen Bussen kamen wir einem alpinen, heruntergekommenen, aber überteuerten Ort am Ende der Serpentinenstrasse zum Mount Bromo an. Die Entscheidung fiel uns nicht schwer, doch keinen direkten Blick auf den Vulkan haben zu müssen und lieber in einem netten, kleinen Gästehaus etwas weiter unterhalb des Berges abzusteigen.

Der  Mount Bromo ist mit 2329 m zwar nicht der höchste, aber wohl der aktivste und bekannteste Vulkan im Vulkanmassiv des Bromo- Tengger- Semeru- Nationalparks im Osten Javas.
Zum wiederholten Male in diesem Urlaub, begann unser Tag in aller Frühe. Um 3 Uhr klingelte der Wecker, um etwa 5 Uhr hatten wir bereits den steilen Weg zum Aussichtspunkt hinter uns gebracht. Von hier aus wurde uns ein spektakulärer Sonnenaufgang in mitten einer mystischen, nebelverhangenen Vulkanlandschaft zu teil.
Einmalig und fazinierend war der darauffolgende Aufstieg zum und der Blick in den Vulkankrater des Bromo, der immer wieder Rauch- und Nebelwolken ausspuckte.  Gegen die Kälte gut verpackte Gauchos ritten mit ihren Pferden quer durch die lavagesäumte Steppe, wodurch die Landschaft um die Vulkane herum vielmehr an Bilder aus der Mongolei oder Nepal erinnerte denn an Indonesien. Der Nachmittag  gab uns ebenso das Gefühl irgendwo auf einer Berghütte in den kalten Gefielden der Welt zu sein- nebelverhangende Berge um uns herum.

Zurück in die Wärme sind wir am nächsten Morgen in Richtung Ostküste Javas zum Baluran- Nationalpark aufgebrochen aus dessen Mitte der nicht mehr aktive, aber doch sehr beeindruckende 1247 m hohe Gunung Baluran emporragt.
Zum zweiten Mal in den letzten Tagen kamen wir an einen Ort, der Südostasien fern  zu sein schien. Neben grünem Dschungel und Mangrovenwälder, die zahlreiche Tierarten beherbergen, findet man hier weite, trockene, kaum bewachsene Felder- die Savanne. So wurde uns ein bisschen Afrika zu Teil, als wir an Wasserlöchern Büffel, Hirsche und Rehe beobachten konnten.
Die Unterkünfte des Nationalparkes lagen direkt am Meer, so dass wir neben den täglichen, langen Fußmärschen durch die Steppe, immer wieder das entspannte und vor allem ruhige Leben mit Blick aufs Wasser vor unserem Zimmer geniessen konnten. Ausser den zahlreichen Affen, die begierig auf die Besitztümer der Touristen aus waren, erschien der Ort zumindest am Abend fast schon unheimlich still. Nur wenige Reisende fanden den Weg auch über Nacht hier her und nach 19 Uhr hatten die meisten Besucher und Angestellten schon ihre Türen hinter sich verschlossen.
Spannend und sehr informativ war die Begegnung mit Danny (der als einer der wenigen Katholiken auf Java tatsächlich den biblischen Namen Daniel trägt). Er bot sich als Fahrer in den Nationalpark hinein an und sprühte vor Wissen und Anekdoten aus dem Park, die uns mitunter hilfreichen waren.
Nach drei Nächten Baluran verabschiedeten wir uns bereits von Java und setzten mit der Fähre auf das benachbarte Bali über, wo unser erster Anlaufpunkt der Ort Pemuteran und das Taucherparadies rund um die Pulau Menjangan war.

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