Nairobi – Masai Mara – Lake Nakuro

2012/2013

Endlich wieder Reisen- mein erstes Mal in Afrika

Zweieinhalb Wochen Urlaub laden zu einer guten Mischung aus Erholung und Aktivität ein. Obwohl wir auch einige ruhige Tage verbracht haben, ist unser Urlaub in Kenia dann vielmehr eine sehr kompakte Erlebnisreise gewesen.
Und wir sind trotz der kurzen Zeit wieder „gereist“. Das damit verbundene Gefühl ist ein anderes als das Gefühl was wir mit „Urlaub“ assoziieren. Wir waren nicht nur weit weg, wir waren unterwegs. Unterwegs sein bedeutet großartige Momente zu erleben, die Urlaub und Reise ausmachen. Aber solche Wege bringen auch Situationen mit sich, die anstrengend und nervenaufreibend sind. Solche, die wir uns in den Augenblicken des Erlebens schnell vorüber wünschen. Aber genau diese Ereignisse tragen auch zu einem authentischen Erleben in fremden Ländern bei. Und so hat uns Kenia auf die eine und die andere Weise „umgehauen“. Durch eine kompakte, erlebnisreiche, spannende und auch anstrengende Zeit hat uns unser Weg geführt. Eine erinnerungsgewaltige Reise wurde uns beschert auf der wir uns sehr wohl gefühlt haben.

„Afrika ist ganz anders…“ So in etwa waren die Aussagen verschiedener Menschen, die ich vor dem Urlaub gesprochen habe. Ich kann nicht für Afrika im Allgemeinen sprechen, aber das Afrika mit welchem ich in Kenia konfrontiert wurde ist anders, ganz ohne Frage anders als Südostasien. Afrika ist ärmer und das sieht man, das spürt man. Afrika ist gefährlicher, weshalb man nicht unbedacht alles machen kann. Ein ruhiger Abend am Strand unter dem riesigen Sternenzelt war z.B. nicht denkbar. Und Afrika ist wunderschön!

Wilde Tiere und matschige Strassen- auf in die Masai Mara

Und dies konnten wir gleich am Tag nach unserer Ankunft erfahren. Ohne Plan erreichten wir am frühen Donnerstag Nachmittag, 20.12.2012, den Milimani Backpackers in Nairobi. Nachdem wir viele verschiedene Optionen für die Reiseroute der ersten Tage durchgespielt hatten, fügte sich am späten Abend alles und wir starteten am Freitag Morgen zu unserer ersten Safari in die Masai Mara. Gemeinsam mit Ilona und Florian, einem Pärchen aus der Nähe von Heidelberg, Sammy, dem Guide, Hasan, dem Koch und einem Massai brachen wir am Freitag Morgen zu unserem Trip auf.

Unser Basislager war ein Massai-Camp, einfach und naturverbunden (Plumpsklo, kein fließendes Wasser, das warme Wasser zum Duschen aus einem Kessel über der Feuerstelle). Die dort lebenden Massais umsorgten und schützen uns. Nachts hielten zwei der Männer die Wache ums Feuer, um bei Bedarf Tiere, wie z.B. Hyänen, mit ihren Speeren zu vertreiben.
Am Nachmittag spazierten wir mit einem der Männer in ein Massaidorf in der Nähe des Camps und wurden Zeuge vieler interessanter Erzählungen über das Leben dieser Volksgruppe.


Früh am Samstag Morgen starteten wir zu einer Ganztagessafari in den Nationalpark. Der kleine Mitsubishi Bus hat, wie alle anderen Gefährte, denen wir im Park begegneten, ein aufklappbares Dach, so dass man in bequemer Standhöhe aus dem Auto herausschauen kann und dennoch im Schutz des Autos an den gefährlichsten Tieren vorbeifahren kann. Wir erlebten eine großartige, artenreiche Safari mit Zebras, Giraffen, Löwen, Geparden, Büffeln, Nashörnern und Nilpferden, Krokodilen, zahlreichen Antilopen- und Vogelarten, Strauße und Erdmännchen… um nur einige der gesehenen Tiere zu nennen.
Auf dem Rückweg am späten Nachmittag musste Sammy einem Motorrad ausweichen. So landeten wir etwas unglücklich am Rand der Straße im Graben und mussten das festgefahrene Auto aus dem Matsch schieben.


Heisse Duschen, ein Plausch am Nachmittag und Falmingos auf Wanderschaft

Der dritte Tag führte uns morgens noch einmal in die Massai Mara, danach fuhren wir in den Westen Kenias zum Lake Nakuru. Hier wurden wir in einem netten Zimmer mit eigenem Bad untergebracht, Luxus nach den Tagen zuvor. Nachmittags erkundeten wir das Viertel und machten Bekanntschaft mit Georges, einem sehr alten Kenianer, dem wir versprechen mussten, ihm ein Foto von sich zu schicken. Geistesgegenwärtig stellte er fest, dass es ja sein könne, dass das Foto in Europa berühmt würde, er dies aber gar nicht mitbekäme. So geht der Brief mit drei Porträts in den nächsten Tagen in die Post.
Früh am Montag Morgen begann die Tour rund um den Lake Nakuru, der für seine Flamingos berühmt ist. Diese mussten wir enttäuscht feststellen, waren aber gerade auf dem Weg in andere Regionen des Landes. Dennoch wurden wir von einem wundervollen Panorama und zahlreichen anderen Tierarten verwöhnt.

Wie wir zum Lake Baringo kamen und was wir dort erlebten, könnt ihr hier lesen.


 

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