Von Harar nach Lalibela – Backpacking in Äthiopien

Harar – Dire Dawa

Unsere dritte Äthiopienreise begann mit einem Ausflug in die arabische Kultur nach Harar, wo die karge Landschaft sehr an Marokko und den Sinai erinnerte.

Die Tuk Tuks am Flughafen von Dire Dawa waren bereits alle vergeben, so dass wir auf ein Taxi und die damit verbundenen, völlig unangemessenen Preise zur Minibus- Station angewiesen gewesen wären, hätte unser Widerwillen sich nicht durchgesetzt. Einiges Hin und Her führte schließlich dazu, dass eine kanadisch- äthiopischen Familie uns auf dem Weg zu ihrer Familie in Harar in einem mittelgroßen Bus mitnahmen. Das Glück, der Zufall, vor allem aber die Gastfreundlichkeit der Menschen ist mal wieder mit uns gewesen.

Harar ist anders als alle äthiopischen Städte, die wir bisher kennengelernt haben. Die Stadt wurde stark geprägt und beeinflusst von der arabischen Herrschaft und dies spiegelt sich in der Architektur und dem für Äthiopien relativ hohen Anteil an Muslimen wieder. In den hohen, dicken Mauern der Altstadt, pulsiert ein farbenfrohes, lautes und multikulturelles Leben. Traditionelle Harari- Häuser säumen die schmalen Gassen, in deren Geflecht sich leicht zu verirren ist. Über 80, teils bunt verzierte Moscheen und Gebetsräume zählt die Altstadt, hinzu kommen viele Schreine und Gräber, aber auch zwei christliche Kirchen. Die unterschiedlichsten Märkte, die vor allem in der Nähe der fünf Stadttore abgehalten werden, unterstreichen die kulturelle und religiöse Vielfalt und damit verbundene sogkräftige Atmosphäre, die wir an diesem Ort erleben und spüren.

Ein Muss für jeden Besucher sollte, so der O-Ton der Reiseführer-Autoren, die Fütterung der Hyänen ausserhalb der Stadt sein. Basierend auf einer Legende, ist sie seit Anfang des 20. Jh. zu einer Tradition und Attraktion bei den Harari geworden, wobei die Aasfresser allabendlich vom Hyänenmann der Stadt gerufen und mittels eines kleinen Stocks in dessen Mund mit rohem Fleisch, quasi Mund-zu-Mund, gefüttert werden. Ein sehr zweischneidiges Spektakel. Einerseits ist es faszinierend mitzuerleben, wie diese muskulösen, wild lebenden und für den Menschen gefährlichen Tiere sich nahezu zahm und scheu um dem Hyänenmann herum scharen und ihre Nahrung aufnehmen. Andererseits ist der Rahmen geradezu katastrophal, wenn laute Touristen erscheinen, die jegliche Grenzen der Achtsamkeit und des Respekts gegenüber diesen Lebewesen verloren zu haben scheinen und mit Poltern und Tumult diese Zeremonie stören.


Von Harar gelangten wir, diesmal mit dem Minibus, zurück nach Dire Dawa, einer, aus unserer Sicht, sehr arme Stadt.
Man könnte darüber zu philosophieren beginnen was Armut ist, wann sie beginnt und wer eigentlich als arm gilt. Wir werden diese Frage nicht beantworten können, weil es aus unserer Sicht nicht sinnvoll ist globale Vergleiche zwischen unterschiedlichsten Lebenswelten anzustreben.
Tatsache ist aber, dass Äthiopien hinsichtlich der materiellen Ressourcen vieler Menschen, ein sehr armes Land ist. Die Darstellung unserer ganz subjektiven Beobachtungen innerhalb des Landes zeigt, wie sehr sich aber schon hier die Lebenswelten zu unterscheiden scheinen.
Seit wir im Osten Äthiopiens unterwegs sind, haben wir neben Addis, Station in zwei mehr oder weniger großen Städten gemacht, Harar zählt etwas über 100.000 Einwohner, Dire Dawa mehr als 300.000. Auf unseren bisherigen Reisen im Land sind wir meist in ländlichen Gegenden unterwegs gewesen, haben die Städte oft zum Nächtigen besucht und sind am nächsten Morgen weitergefahren.
Sauberkeit, schöne, neue Kleidung o.Ä. ist für hart arbeitende Farmer/ Arbeiter in ländlichen Gebieten eine Seltenheit. Die Häuser und Behausungen sind aus unserer Sicht teilweise katastrophal, aber oft ebenso traditionell. Armut ist an der Tagesordnung, aber offensichtlich auch der Zusammenhalt von Familie und dörflichen Gemeinschaften.
In ganz anderer Weise erleben wir die Armut in den gerade erst besuchten, verhältnismäßig kleinen Städten.
Slumviertel innerhalb der Stadt, Menschen, die teilweise leblos, schlafend auf den Gehwegen liegen, unzählige Erwachsene und Kinder, die nicht nur um Geld betteln, sondern klar äußern, dass sie hungrig sind, knochendünne Menschen in vollkommen abgewetzten Kleidungsstücken, um nur einen Teil dessen zu beschreiben, wie existenziell die Armut einen Teil der Bevölkerung hier betrifft.
Im Gegensatz hierzu treffen wir in den Städten aber auch auf moderne, junge, dynamische, gut ausgebildete und hochmotivierte Menschen, die sich abheben vom traditionellen, von Armut geprägtem Bild Äthiopiens.
Trotz dieser augenscheinlichen Gegensätze beobachten wir, auch in den Städten, regelmäßig Situationen, die auf einen respektvollen und unterstützenden Umgang miteinander schliessen lassen und somit das Bild eines funktionierenden Gemeinwesens zeichnet.
Inwiefern dieser Eindruck tatsächlich zutrifft, können wir nicht beurteilen. Uns spiegelt unser tägliches Erleben jedoch, wie facettenreich dieses Land ist und, dass wir vermutlich nie, auch nur annähernd begreifen können, wie die Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen und Rahmenbedingungen hier (miteinander) leben und empfinden.

Die kulturellen Unterschiede machen sich im Milieu der Gastronomie für uns auch immer wieder in sehr lustiger Weise bemerkbar: Ein ganz normaler Morgen im Hotel in Dire Dawa: Die Toilette ist verstopft, nichts Ungewöhnliches im Land, da der Wasserdruck für die Spülung selten hoch ist. Stephan hat ein Zimmermädchen (wohl eher eine Frau im fortgeschritteneren Alter) gebeten, sich das Problem mal anzuschauen. Diese hat sich die Klobürste geschnappt (die wir übrigens aufgrund von klebenden Resten nicht mal aus der Halterung herausbekommen haben) und diese als Pömpel benutzt, um die Toilette zu entstopfen und die Bürste anschliessend gesäubert. Die Säuberung erfolgte kurzerhand so, dass die Dame mitsamt der hochgehaltenen und wohlgemerkt tropfenden Toilettenbürste einmal quer durch unser Zimmer und dem darin befindlichen Teppichboden stolzierte. 🙂

Gleiches Hotel, verschiedene Tage, Frühstück: Es gibt Büffet. Aussergewöhnlich und selten, aber äthiopisch. Gefühlt stehen zehn Bedienstete um das Büffet herum und sind offensichtlich angehalten unser Wohlergehen dahingehend zu befriedigen, uns alles zum Tisch auf die Terrasse zu bringen. Gleiches Personal, gleiche Zeit: Der Kaffee, der Tee, große Teile des Büffets sind bereits geleert. Die Damen und Herren stehen verloren und gelangweilt neben dran. Keiner regt sich, auf Anfrage nach einer weiteren Tasse Kaffee schlurft jemand in die Küche. Minuten vergehen und es passiert: Nichts.

Einen krassen Gegensatz zu den oben beschriebenen Eindrücken der Armut im Land, bilden die immer wiederkehrenden Schönheiten äthiopischer Landschaften. Mit Yige, dem wohl einzigen Touranbieter in Dire Dawa, trekkten wir in die weitere Umgebung eines Dorfes, in welchem das bunt gekleidete Volk der Oromo vom Gemüse- und Khat- Anbau und der Haltung von Kühen, Ziegen und Hühnern lebt. Die Häuser sind aus Stein gebaut, Lehm, Schlamm und Wasser bilden die Fugen. Ein großer Raum zum Schlafen, zudem ein durch eine Wand mehr oder weniger abgetrennter Teil des Hauses dient als Vorratskammer. Die Familien sind verhältnismäßig groß und haben nicht selten zwischen 5 und 15 Kindern. 
Eine fragwürdige Romantik präsentiert sich in der wunderschönen landschaftlichen Kulisse, in welche die Szenen eines harten, alltäglichen Lebens eingebettet sind. Ein Beispiel hierfür sind die Beobachtungen von Menschen, die mit ihren Tierherden, Lasten und Kindern viele Kilometer zu Fuss von Ort zu Ort laufen, sei es, um ihren täglichen Wasserbedarf zu sichern oder das Feld zu bestellen. Uns begegnet die Neugier und Scheu vor den fremden, weißen Menschen. Selten kommen Touristen hierher. Diese und möglicherweise auch eine gewisse Unsicherheit des eigenen Äußeren gegenüber (Spiegel gibt es hier eher nicht), ließen eine gesunde Zurückhaltung erkennen. Der Wunsch fotografiert zu werden und das Interesse, die Bilder zu sehen war gegeben. Die Ambivalenz zwischen Skepsis und Neugier wurde deutlich, sobald die Kamera gehoben wurde und die Menschen kichernd, rasend schnell davon liefen, um sich dann wieder mit Vorsicht, aber voller Interesse der Linse zu nähern.


Der Weg nach Gondar

Und täglich grüßt das Murmeltier! Oder: Wenn Vorahnungen wahr werden.
Eine passende Umschreibung der Ereignisse, als wir von Dire Dawa über Addis nach Gonder flogen. Keine acht Stunden von Haustür zu Haustür für eine Strecke, die, hätten wir sie mit dem Bus zurückgelegt, zwei Tage und je 10-12 Stunden Fahrtzeit bedeutet hätte. Diesem Luxus (Inlandsflüge sind in Äthiopien relativ günstig zu erstehen) zugrunde lag jedoch eine verhältnismäßig knappe Zeit zum Umsteigen. Stephans pessimistisches Bauchgefühl meldete sich schon bei der Buchung, flammte während des Umsteigens in Addis erneut auf und bestätigte sich, als das Gepäckband in Gonder zum Stillstehen kam: Das Gepäck hatte den zweiten Flieger verpasst. Das vorangegangene negative Empfinden beruht nicht etwa auf grundsätzlichem Schwarzsehen, sondern vielmehr, der Eine oder Andere wird sich vielleicht erinnern, auf der Erfahrung unseres Sri Lanka Urlaubes im letzten Jahr, bei welchem das Gepäck auf dem Hin- und Rückflug den Anschlussflug nicht erreichte.
Wir nehmen es mit Humor- soweit das Gepäck dann auch, wie versprochen, heute im Laufe des Tages eintreffen wird. Einzig die veränderten klimatischen Verhältnisse (niedrigere Temperaturen und mehr Regen) haben uns den gestrigen Abend etwas kühl erleben lassen. Aber bei Tanz und Bier in der Bar einer äthiopischen Familie, wurde dies nebensächlich.

Unsere Reiseerfahrungen zeigen, dass Ziele oft auf kurzen, unbürokratischen (leider auch manchmal korrupten) Wegen im direkten Kontakt mit den Einheimischen erreicht werden und die Aus- und Zusagen durchaus vertrauenswürdig sind. Unser Gepäck ist, wie zuvor versichert, am nächsten Mittag vom Manager des Ethiopian Airlines Büros in Gondar persönlich ins Hotel gebracht worden. Dazu gab es am Vortag schon 150 birr pro Person (zugegeben, es sind nur um die 6€) Entschädigung. Man vergleiche: Air Berlin hat für die Zustellung des verlorenen Gepäcks im letzten Jahr über eine Woche gebraucht, wobei wir in dieser Zeit mit etlichen Besetztzeichen und Warteschleifen oder Personen in Kontakt waren, die sich nicht zuständig fühlten. Da lobe ich mir doch das scheinbare Chaos in einfacher gestrickten Infrastrukturen.

Gondar – Kossoje

Diese Reise gibt uns endlich wieder Zeit, ungeplant und ziellos die Orte zu erkunden, in denen wir gerade Station machen. So gelangten wir in einen typischen, einheimischen Pub, in dem wir, trotz Kommunikationsbarrieren, bei Gesprächen mit einigen wirklichen netten Äthiopiern den gesamten Nachmittag verbrachten.

Unter anderem lernten wir Alemu und seinen Cousin Addisu kennen, die aus dem kleinen Dorf Kossoje, nördlich von Gondar, stammen. Auf Alemus Einladung hin sind wir am nächsten Morgen früh von Addisu abgeholt worden und in dessen Bajaj (das äthiopische Pendant zum TukTuk) ins Dorf gefahren. Addisu arbeitet zeitweise als Guide in einer Lodge in der Nähe des Ortes und hat uns auf eine wundersame Reise in die Ausläufer der Simien Mountains mitgenommen. Beginnend an der Lodge trekkten wir gemeinsam mit ihm und einem Scout durch die saftig grüne und kaum zu umschreibende, wundervolle Szenerie der Berglandschaft.


Im Hause Alemus wurden wir von dessen Frau im Anschluss mit köstlichem Injera und Shiro bekocht, bevor wir auf „local Beer“ und Ouzo im Hause des Onkels, einem Priester, vorbeischauten. So hart das Leben auf den Dörfern ist, so sehr muss man sich manchmal fragen, was hier täglich passiert und wer, wie hart arbeiten muss. Der Onkel verbrachte beim obligatorischen Fernsehgucken, den frühen Nachmittag im Kreise seiner Familie bei o.g. alkoholischen Getränken. Wenn auch, so vermuten wir, die Damen der Runde möglicherweise nur wegen uns kurz innehielten, so scheinen die Herren der Sippe ihrem Müßiggang auch ohne den Besuch von Fremden nachzugehen.

Gondar selbst erkunden wir bei diesem Besuch intensiver als beim letzten Mal. Der Gemp, so der Name des Palastareals der äthiopischen Kaiser aus dem 17. und 18. Jh. wirkt anmutig und beeindruckend. Die aus grobem Stein errichteten größeren und kleineren Gebäude sind innerhalb eines Mauerrings angelegt und hatten eine erstaunlich anziehende Wirkung auf uns. Auch das dazugehörige Wasserschloss am anderen Ende der Stadt, bezirzt durch eine schlichte Steinkonstruktion inmitten eines saftig grünen, von Bäumen abgeschotteten Parks. Obwohl beide Paläste nahe der von unzähligen Bussen und Bajajs befahrenen Strassen liegen, fühlt man sich in ein andere Umgebung versetzt. Die Ruhe und schlichte Erhabenheit der Anlagen unterstützen unseren Eindruck. Die Stadt scheint modern und aufstrebend zu sein, gesäumt von Bars und Nachtclubs, in denen nicht nur Studenten Einkehr finden. Im Einklang hierzu finden sich aber im inneren Zirkel des Zentrums auch Stadtteile, die den Eindruck erwecken, als sei man gerade in einem kleinen, beschaulichen Dorf irgendwo im ländlichen Äthiopien eingetroffen. In einer friedlichen, ruhigen Stimmung am frühen Morgen backen die Frauen vor den Häusern auf offenem Feuer Brot, hängen Wäsche auf. Hier fahren etliche Eselskarren durch die Strassen, auf denen fussballspielende Kinder dem Verkehr der Viehwagen, der Vielzahl Lasten tragender Menschen und selten einem Bajaj ausweichen.


Zur Abfahrt aus Gondar stehen wir um fünf Uhr morgens am Busbahnhof: Das Tor ist mit einer Eisenkette verschlossen, im Inneren ist schon ein wenig Leben zu vernehmen. Verglichen mit der Geschäftigkeit vor dem Tor jedoch eigentlich nicht erwähnenswert. Hier frittiert man fleissig Backgut zum Frühstück und kocht den süssen, köstlichen Chai- Tee. Vor dem Tor drängen sich mit fortschreitender Zeit immer mehr Menschen, die ungeduldig gegen das Tor der Busstation drücken. Als die Pforte kurz nach halb sechs endlich geöffnet wird, stürmen die Massen hastig zu den altertümlichen, rostigen und klappernden Bussen, die den Hof säumen.

Gorgora

Die Fahrt nach Gogora über eine holprig, sich im Bau befindliche Strasse, dauert keine drei Stunden und so konnten wir schon unser Frühstück bei strahlendem Sonnenschein und weitem Blick auf den Lake Tana in einer hübsch, gemütlichen Unterkunft einnehmen. Die Tage nahe am kleinen Dorf erinnern an Urlaub am Meer, so dass wir hier gerade faul und entspannt die Abgeschiedenheit, fern ab der Städte, geniessen.

Ob das äthiopische Volk eines der gastfreundlichsten ist, welches wir auf unseren Reisen kennengelernt haben oder, ob wir über die Jahre offener und begieriger geworden sind, die Menschen in den Ländern, die wir besuchen, besser kennenzulernen, sei dahin gestellt. Ein Grund, weshalb wir in Gorgora den wunderbaren und freundlichen Menschen näher kommen durften, ist ganz sicher unser verhältnismäßig langer Aufenthalt vor Ort. Gorgora wird den meisten Touristen vermutlich als Erholungsort (in der Unterkunft) und/ oder als Zwischenstopp für den Besuch der Klöster und Kirchen am und auf dem Lake Tana dienen.

Unser Anliegen in den letzten Tagen lag jedoch vielmehr darin, mehr über den Ort und die Menschen hier zu erfahren. Und so konnten wir erleben, wie die anfängliche Skepsis der Dorfbewohner von Tag zu Tag ebenso abflachte, wie unser erstes Gefühl, hier nicht wirklich willkommen zu sein. Wir fühlen uns pudelwohl! Viele (vermutlich alle) Dorfbewohnern kennen uns mittlerweile (zugegeben, umgekehrt ist es für uns sehr viel schwieriger uns alle Gesichter oder gar Namen zu merken) und die meisten begrüßen uns mit einem freundlichen „suhlam“. Besonders ins Herz geschlossen haben wir Amarch, in deren Kaffee- und Teestube, wenn man diesen Ort überhaupt so nennen kann, der zuckersüsse Shai zu den ersten warmen Sonnenstrahlen des Morgens am Besten schmeckt.

Vor zwei Tagen wurden wir eingeladen einer äthiopischen Hochzeitsfeier im Port Hotel beizuwohnen. Das Paar hatte die Zeremonie im Kreise der Familie zuhause abgehalten. Wir stiessen zur anschließenden Party mit den Freunden hinzu. Neben gewissen Riten und Regeln wurde ausgelassen, schweißtreibend und traditionell zu äthiopischer Musik getanzt. Das Hochzeitspaar beobachtete das Geschehen und führte erst den letzten Tanz an, bevor es per Bajaj, begleitet von der laut jubelnden Gästeschar, in Richtung Elternhaus des Bräutigams fuhr und die Feier endete.

Am gleichen Ort, einem ziemlich heruntergekommenen, aber sehr klassischen, äthiopischen Hotel, lernten wir Worko kennen, die mit ihrer Mutter und den Söhnen der verstorbenen Schwester gemeinsam im Ort lebt. Sie zelebrierte eine berüchtigte Kaffeezeremonie, während ihre Mutter Adwa frisches Shirofür uns zubereitete. Ein herzlicher und geradezu liebevoller Empfang.


Gorgora ist ein Ort, den wir mit Sicherheit wieder aufsuchen werden. Im Fokus liegen die Menschen, aber wir möchten auch erfahren, wie es um den von den Dorfbewohnern argwöhnisch betrachteten Bau des neuen, asphaltierten Highways steht. Dessen zukünftige Breite und die damit verbundenen Veränderungen scheinen keinen erkennbaren Sinn zu haben. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es am Lake Tana (und somit am Endpunkt der Strecke) nichts Offenkundiges, was eine mehrspurige Strasse rechtfertigen würde, zumal hier kaum Autos und andere motorisierte Gefährte verkehren. Die Großbaustelle vor der Haustür ist für alle ein aufregendes Erlebnis. Was für die Kinder als riesengroßer Spielplatz dient (Baustellenschilder wie „Eltern haften für ihre Kinder“ gibt´s hier nicht!), stellt die Menschen vor emotionale und finanzielle Herausforderungen. Dieser Tage müssen viele Häuser dem Strassenbau weichen, die Bewohner erklären, dass sie mit zu niedrigen Summen vom Staat abgespeist werden, die letztlich für den Neuanfang nicht ausreichen.

Bahar Dar – Lake Tana

Bahar Dar ist eine quirlige und moderne äthiopische Stadt, gelegen am Südufer des Lake Tana. Die von Palmen gesäumten Strassen erklären die Umschreibungen im Reiseführer, hier ein wenig mediterrane Atmosphäre zu finden.
Nachdem unser letzter Besuch hier sich zu kurz gestaltete, entschieden wir uns diesmal länger zu bleiben und auch einige der zahlreichen Kirchen am See und auf den Inseln zu besuchen. Insgesamt war der Bootstrip ganz schön und auch die ersten beiden angefahrenen Kirchen lockten uns, zumal wir in Kontakt mit Schülern (wir haben nicht rausgefunden, ob es Priesterschüler waren) kamen, die lieblich aus ihren Büchern sangen und hier lernten. Der Trip sollte einen halben Tag dauern, was uns und auch einige andere Touris dazu veranlasst hatte, nachmittags Verabredungen zu treffen. Die äthiopische Großfamilie hatte jedoch auf dem gleichen Boot einen Ganztagestrip gebucht, was aus fünf ganze acht Stunden machte und alle anderen Vorhaben kippen lies. Dienstleistung funktioniert in Äthiopien anders, wobei man, würde man es wollen, eher die Herangehensweise an die Arbeit bemängeln würde. Herzlich und bemüht erleben wir die Menschen in der Regel immer und haben selbst auch viele gute Erfahrungen gemacht. Leider gibt es aber immer wieder die Fälle, wie o.g. Ein sympathischer, junger Typ, der gutes Englisch spricht verkaufte uns den Trip. Letztlich sind wir überzeugt, dass hier kein Missverständnis vorlag, sondern das schnelle Geld gemacht werden sollte. Nun denn.


Eine positive Erfahrung hatten wir hingegen auf dem wirklich wuseligen, aber spannenden Markt in der Stadt. Hier trafen wir Zewdu, der uns aus reiner äthiopischer Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit über den Markt führte, für uns handelte und den Besuch mit vielen hilfreichen Informationen spickte.
Abgeschlossen haben wir die Zeit in Bahar Dar mit Mastewal und Serkie (Näheres zu den beiden Frauen werden wir noch ausführlicher berichten) in einer traditionellen Bar. Es scheint überall ähnlich zu funktionieren: Es gibt eine Bühne, davor Stuhlreihen mit Tischen. Die Gäste treffen zwischen acht und halb neun ein, trinken, essen und schauen dem Bühnenprogramm von traditionellem Tanz und Gesang zu. Zwischendurch werden sie aufgefordert mitzumachen bis am Ende der ganz Laden zappelt. Beim Tanz des enkekete ( so die Schreibweise eines Einheimischen, im englischen schreibt man ihn iskista) werden Schultern und Brust in einer unglaublichen Schnelligkeit bewegt, während der Teil des Körpers abwärts der Brust bewegungslos bleibt. Eine Herausforderung, der ich nicht gewachsen bin.

Die Imkerei und andere Projekte in Äthiopien

Zumindest im übertragenen Sinne. Imkerei?! Ein Thema mit dem wir uns nie beschäftigt haben und ledig „Honig“ hiermit assoziiert hätten. Bis zu unserem Äthiopienaufenthalt im Winter, der uns erste Einblicke in dieses Handwerk bot.
Wir besuchten schon im Dezember 2014 die beiden jungen Imkerinnen Serkie und Mastewal in Bahar Dar. Beide Anfang zwanzig, sind sie während ihres Studiums zu Imkerinnen ausgebildet worden und lernen heute 120 Frauen im Umkreis von Bahar Dar an. Die Ausbildung zielt auf weibliche Bienenzüchterinnen ab, um diesen zu ermöglichen zum Lebensunterhalt der Familien beizutragen. Unterstützt wird das Projekt vom deutschen Verein „Imker für Imker in Äthiopien“.

Seit der ersten Berührung mit der Imkerei haben wir die Zeit genutzt, uns diesem hochkomplexen und äußerst spannenden Thema zu widmen und waren überrascht, wie aktuell und medienpräsent es auch in Deutschland ist.
In freudiger Erwartung auf ihren ersten eigenen Honig trafen wir die beiden Mädels nun in Bahar Dar wieder und wurden nicht enttäuscht, als wir bei einem Kaffee in Mastewals Elternhaus den ersten Bissen Honigbrot zu uns nahmen- eine echte Gaumenfreude! 10 kg sind es diesmal, im Oktober hoffen sie auf einen Ertrag von 40 kg der süssen Leckerei.

Natürlich wollten wir auch gerne miterleben, wie die beiden Imkerinnen arbeiten. Da die Bienen am helllichten Tag aggressiver sind als in der Dunkelheit, arbeiten sie nur in den frühen Morgenstunden oder am Abend. Obwohl wir eindringlich darauf hingewiesen haben, dass sie ihre Arbeitsgewohnheiten für uns nicht ändern sollen, vermuten wir, dass Mastewal und Serkie aus äthiopischer Höflichkeit früher mit der Arbeit begonnen haben, damit wir noch Fotos machen können. Dies scheint der Grund zu sein, weshalb die Bienen an diesem Abend relativ aggressiv wurden und bei uns allen den einen oder anderen Stich als Andenken hinterliessen. Für uns als Laien überraschte es dahingehend, als dass unsere Erfahrung bei zwei deutschen Imkern auch bei Tageslicht vergleichsweise friedliche Bienen zeigte.

Letztich konnten wir unser Bienenwissen wieder ein Stück weiter ausbauen und hatten zudem eine wunderbare Zeit mit den beiden Frauen und ihrem Kumpel Yilikal, der zeitweise für uns aus dem Amarischen ins Englische übersetzte und somit die Sprachbarriere deutlich senkte.

Einen weiterer Bericht über zwei Imkerinnen in der nähe von Addis sei hier angeschlossen, obwohl der Besuch der Beiden chronologisch erst am Ende der Reise stattfand.

Zurück in Addis haben wir uns erneut mit Solomon getroffen, der es uns ermöglicht hat, Mulu und Abebech in Sebeta, südlich von Addis, zu treffen. Auch die beiden 23 und 24 jährigen Frauen haben im Rahmen des Projektes „Female Graduate Beekeepers“ eine Ausbildung zur Imkerin genossen und arbeiten nun seit einem Jahr mit zwei traditionellen und vier modernen Bienenstöcken. Im September kommen sechs weitere hinzu und schon im Oktober erwarten die jungen Frauen ihren ersten Honig. Den hübschen Garten mit Möglichkeiten zum Anbau von Gemüse und diversen Pflanzen teilen sich die Beiden mit weiteren Imkerinnen. Der Platz wird von der Regierung gestellt, sobald die Honigproduktion jedoch profitabel wird, fällt eine Miete für das Gelände an. Durch den Aufenthalt erhielten wir viele nützliche Informationen über das Projekt, die äthiopische Bienenzucht im Allgemeinen und die damit verbundenen Möglichkeiten für die Zukunft.


Das Imkern und die Bienen sind nicht nur Teil seines Berufs, sie scheinen vielmehr seine Mission. Dies jedenfalls strahlt Solomon aus, wenn er wunderbar und mitreissend Fakten, Ideen und Überzeugungen mit Zukunftsvisionen für die Imkerei in Äthiopien vorträgt. Durch ihn haben wir auf dem Rückweg die Chance erhalten, ein kurzes, aber spannendes Gespräch mit Adanech Mekonnen zu führen. Eine taffe, sehr beeindruckende Persönlichkeit, die das „Center for Mentally Challenged Children CMCC“ in Addis leitet. Neben einer Schule für Kinder mit Behinderung, bietet das Zentrum u.a. Elterntrainings an, besucht die Familien zuhause und arbeitet in Kooperation mit dem Gesundheitswesen. Dies ist für äthiopische Verhältnisse aussergewöhnlich und kann nur über Unterstützungen finanziert werden, u.a. durch die Kindernothilfe, die das Zentrum vor fast 30 Jahren gründete.

Auf nach Lalibela

Von Bahar Dar ergatterten wir erneut einen günstigen Flug, der uns wieder einmal nach Lalibela brachte. Sicher einer der heißesten Spots für Touristen in Äthiopien, vermutlich gerade weil die Atmosphäre dieses Ortes, trotz seiner Besucherstürme, anziehend und überwältigend ist. Lalibela liegt weit ab üblicher Durchgangsrouten inmitten einer von Plateaus gesäumten Berglandschaft, die gerade jetzt während der Regenzeit in saftig grünen Farben erscheint. Der Ort zieht sich über einige Kilometer hinweg auf und ab der hügeligen und kurvenreichen Strasse. Ursprünglich völlig versteckt wurden die Kirchen des Weltkulturerbes, deren Entstehung auf das 8. – 10 Jh. n. Chr. geschätzt wird, in die Felsen hinein gebaut. Heute erkennt man einige schon von Weitem, da die Unesco zum Schutz der Bauten große Dächer hat errichteten lassen, wobei der Stil der Konstruktionen gänzlich nicht ins Bild passt.

Innerhalb des Areals um die gewaltigen Steinbauten und seines verzweigten Tunnelsystems jedoch lässt sich dieser Makel ausblenden. Hier herrscht täglich mit Sonnenaufgang ein ruhiges und andächtiges Treiben, wenn die Gläubigen jeder Altersklasse und unabhängig von körperlichen Einschränkungen zum Morgengebet kommen. Fern ab von den gängigen Praktiken des Christentums in Mitteleuropa erleben wir die Umsetzung des orthodoxen Glaubens in Äthiopien. Religion und die damit verbundenen Handlungen haben hier einen sehr hohen Stellenwert, wobei dieser nicht oberflächlich oder an gesellschaftliche Konventionen gebunden zu sein scheint. Vielmehr leben die Menschen ihren Glauben aus voller Überzeugung sehr intensiv und betten die hierfür notwendigen, wichtigen Praktiken in ihren Alltag ein. Besonders in den frühen Morgenstunden liegt eine ganz besondere spirituelle Stimmung in der Luft, die selbst uns einfängt und umhüllt. Durch Gesang, stilles Gebet und regelmäßige, gemeinschaftliche Zeremonien, letztlich aber durch den tiefen Glauben der Menschen, wird dieser Ort mit einer besonderen Energie angereichert.

Lalibela ist für uns seit dem ersten Aufhält in Äthiopien verbunden mit einem Besuch bei Christmas und Young. Zwei neunzehnjährige Jungs, aufgewachsen bei Christmas Großmutter und deren Mann in einem kleinen Dorf auf dem Land, dass etwa 7 Stunden Fußmarsch von Lalibela entfernt liegt. Young kennt seine Eltern nicht, auch Christmas Mutter und Vater sind früh gestorben. Die weitere Schullaufbahn führte die beiden Jungen nach Lalibela, wo sie seither in einer kleinen Lehmhütte zusammen wohnen. Der Schlafraum mit einem Bett für die Beiden umfasst wohl nicht mal acht Quadratmeter. Daneben befindet sich ein kleiner Raum für Vorräte und Küchenmaterial. Gemeinsam mit den Nachbarn im gleichen Hof teilen sie einen Wasserhahn und die Toilette. Traditionell ist diese ein Loch im Boden, um welches ringsherum notdürftig zusammengezimmerte Planen angebracht sind. Im letzten Jahr haben sie ihren Schulabschluss nach der 10. Klasse gemacht, die Resultate reichten aber nicht aus, um die 11. und 12. Klasse der Preparatoryschool zu besuchen. Das alternative College würde horrende Kosten mit sich bringen, die Christmas und Young sich nicht leisten können. Ihr Geld verdienen sie sich, vor allem in der Hochsaison, als Schuhputzer. Die Konkurrenz wird aber immer größer und der Ertrag reicht gerade für die Miete und den täglichen Lebensbedarf aus.
Ihre Kleidungsstücke sind vermutlich an zwei Händen zählbar, die zwei Mahlzeiten am Tag scheinen weitesgehend aus Injera mit Shiro zu bestehen.

Ein großer Teil ihres Lebens ist dem Glauben gewidmet und diesen praktizieren sie täglich beim morgendlichen Gebet in den Kirchen. Familie und nahestehende Menschen machen einen wichtigen Part ihrer Gedanken aus, die Sorgen und Gebete für sie sind allgegenwärtig.

Young ist gerade krank, er quält sich seit Monaten, vielleicht auch Jahren mit Schmerzen und lag zwischenzeitlich völlig erschöpft im Bett. Wir versuchen im Augenblick ihn mit ärztlicher Unterstützung aus Deutschland, Ferndiagnosen und einer Medikation weiterzuhelfen. Doch letztlich weiß niemand, was sich im Bauch dieses 19jährigen befindet, der noch nie beim Arzt war und schon immer unter katastrophalen hygienischen Umständen gewohnt hat.

Wir besuchen Christmas, Young und ihre Nachbarin Guzguz, die ihnen hauswirtschaftlich unter die Arme greift, nun bereits zum dritten Mal. Und mit jedem neuen Besuch versuchen wir einen besseren Einblick in ihr Leben bekommen und die Möglichkeiten einer beruflichen Perspektive für die Beiden intensiver zu recherchieren, was sich als nicht sehr leicht erweist. Die gewonnen Informationen sind teils widersprüchlich, die Optionen einer beruflichen Zukunft scheinen fast nicht vorhanden zu sein. Wie der wirkliche Alltag der Jungs aussieht, ist für uns schwer einzuschätzen. Für den Besuch aus Deutschland, lassen sie alles stehen und liegen. Sie träumen von einer Ausbildung im Tourismusbereich, um irgendwann eine feste finanzielle Basis zu haben. Die Unterstützung ihrer Familie ist vorrangig und setzt sie offensichtlich unter starken Druck. Um ihren Wünschen nachkommen zu können, sehen sie z.Zt. nur eine Lösung: Die reiche Person, die ihnen die Ausbildung bzw. die Grundlage hierfür finanziert. Und an dieser Stelle wird es für uns schwierig, eine Einschätzung zu treffen. Vor dem Hintergrund unser Herkunft und Ausbildung appellieren wir an ihre Eigeninitiative und Flexibilität, wir fordern sie auf, nicht abzuwarten, sondern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist, so wissen wir von Einheimischen, die in den Genuss einer verhältnismäßig guten Ausbildung gekommen sind, auch absolut notwendig. Aber in solchen Gesprächen wird ebenso deutlich, dass, wer in Äthiopien etwas werden möchte, entweder Geld oder richtig gute Noten braucht. Selbst dann ist es äußerst schwierig, aber möglich eine Ausbildung zu machen. Wer beides nicht hat, scheint kaum eine Chance zu haben und weitaus mehr als ein gesundes Maß an Selbstdisziplin und Energie zu benötigen.
Wir unterstützen Christmas und Young vor allem darin, umzudenken und Ideen zu finden, wie sie aktiv den Prozess ankurbeln können. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema fällt ihnen ebenso schwer, wie eine realistische Einschätzung zu lebenspraktischen und finanziellen Dingen. Aber auch, wenn dies überheblich klingen mag, haben wir Verständnis hierfür, denn wo sollen sie dies gelernt haben?
Natürlich betrachten wir das Geschehen skeptisch und mit einer gesunden Distanz und dennoch erleben wir eine Herzlichkeit und Verbundenheit mit Christmas und Young, die uns antreibt, ihnen Hilfestellungen zu geben. Und somit wird es wohl nicht die letzte Reise nach Äthiopien gewesen sein, denn wir erwarten mit Spannung die Entwicklungen der nächsten Jahre.


Über Addis zurück nach Deutschland

Von Lalibela aus flogen wir zurück nach Addis, wo uns ein Tag blieb, den oben bereits erwähnten Ausflug mit Solomon nach Sebeta zu unternehmen.
Am Abend zuvor konnten wir zudem Daniel treffen, unser Fahrer der letzten Aufenthalte, mit dem wir einen sehr amüsanten Abend verbrachten.

Die vielen gewonnen Informationen des Aufenthaltes werden wir zuhause sondieren müssen. Zusammenfassend können wir aber sagen, dass wir sehr dankbar für diese neuen und interessanten Verbindungen sind und sicher nicht zum letzten Mal mit diesen Menschen in Kontakt waren.
Ein vorübergehender Abschied bis zum nächsten Besuch in diesem wunderbaren Land!
Besonders untypisch im Hinblick auf unsere Fernflugerfahrungen mit Ethiopien Airlines sind wir am Dienstag Morgen pünktlich in Frankfurt gelandet und seit Mittwoch schon wieder im Arbeitsalltag.

Was nehmen wir mit? Wir hatten Vorstellungen und Ideen, was wir sehen und erleben möchten, hatten eine grobe Route im Kopf. Aber letztlich haben wir endlich mal wieder den zeitlichen Luxus geniessen können, vor Ort entscheiden zu können, wo die Reise hingeht- der Weg ist das Ziel. Und so haben wir Minimum vier Nächte an jedem Ziel verbracht und konnten uns näher an die Menschen und deren Leben heranzutasten. Wir waren flexibel und hatten somit die Möglichkeit, interessante Persönlichkeiten besser kennenzulernen und in Orte und Situationen intensiver einzutauchen.

Wir werden Äthiopien, die Menschen, die Kultur, die Religion, die Mentalität wohl nie verstehen. Aber wir wünschen uns, all dies Schritt für Schritt besser begreifen zu können. Abschliessend würden wir uns wünschen, die äthiopische Lebenseinstellung dahingehend zu verinnerlichen, jeden Tag im Leben als Geschenk zu sehen, danach zu leben und es entsprechend zu würdigen.

Zu unserer Äthiopien Galerie geht es hier.

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