Wukro- Hawzien, Oktober 2013

2013

Nach der Nacht in Mekele fuhren wir am frühen Morgen nach Wukro, wo der Besuch der für uns ersten Felskirche (Wukro Cherkos) Äthiopiens auf Weg lag.
Felskirchen sind im nördlichen Äthiopien überall zu finden. Hier sind sie vermutlich im 8. Jh. im Zuge der Christianisierung Äthiopiens erbaut worden. Im Verlauf der Reise konnten wir nicht nur viele dieser faszinierenden Bauwerke besichtigen, sondern bekamen auch einen kleinen Einblick in die komplexe Geschichte der vorherrschenden christlich-orthodoxen Religion und der Bauwerke, Symbole und Bilder, die damit einhergehen. Baulich sind fast alle Kirchen ein Meisterwerk, da sie in der Regel aus einem einzigen Fels herausgeschlagen wurden. Dabei unterscheiden sich die Gebäude, die in die Erde hinein nach unten gehauen wurden von solchen, die halb oder komplett in den Fels gebaut auf Bodenniveau entstanden sind.
Lustigerweise trafen wir in der Kirche Wukro Cherkos auf einen Priester, den wir und der sich selbst im verlauf unseres Gespräches auf dem Foto in unserem Reiseführer wieder erkannte.

Durch eine beeindruckende, terrassenförmige und durch Tafelberge gesäumte Landschaft gelangten wir in das verschlafene Örtchen Hawzien, wo wir noch am Nachmittag einen großartigen Trek zur Kirche Abuna Yemata machten. Ein wirklich empfehlenswertes, kleines Abenteuer: Abuna Yemata ist vom Erdboden aus nicht sichtbar und liegt aus unserer Sicht mindestens 100 m in der Höhe, eingeschlagen in ein Felsmassiv, dass es u.a. mit einem Seil zu erklimmen gilt. Der Ausblick und die, knapp 10 x 8 m große Felsenkirche mit ihren wundervollen Malereien im Inneren belohnt für den teils schwindelerregenden, schweißtreibenden und nicht ganz ungefährlichen Aufstieg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.