Smart Down Under

Auf dem Landweg von Köln nach Australien

Die Idee zu diesem Trip entstand nach einem unserer vielen Urlaube, die wir in den letzten acht Jahren zusammen verbracht haben. Beeindruckt von dem gerade Erlebten und frustriert von der Alltagswelt in die wir zurückkehrten, entwickelten sich verschiedene Ideen, dieser den Rücken zuzuwenden. Geblieben ist das Projekt „Smart Down Under“.

Als wir uns kennenlernten war ziemlich schnell klar, dass es unsere gemeinsame Leidenschaft ist fremde Länder und Kulturen intensiver kennenzulernen. „Der Weg ist das Ziel“ bedeutet für uns mittlerweile weit mehr als nur auszusteigen, wenn am Strassenrand spannende Orte oder Situationen vorbeiziehen. Wir sind bestrebt uns Zeit zu nehmen, steigen aus, packen aus und bleiben, um zu beobachten, zuzuhören und nachzufragen. Wir lassen uns durch Orte und Regionen treiben und von unseren Erlebnissen tragen. Die faszinierenden Landschaften und die Fröhlichkeit, die Zufriedenheit, die die Menschen ausstrahlen, ziehen uns immer wieder in den Sog und lassen uns auch die oft sehr armen Regionen der Welt erkunden.

Und so ist nach vielen Gesprächen und Diskussionen für uns irgendwann klar gewesen: Ja, wir möchten unsere Reise sehr gerne teilweise refinanzieren können und suchen hierfür auch weiterhin Unterstützer. Aber, und das ist letztlich unser Ansatz: Nicht die eine präsentable und finanziell geförderte Projektidee sollte im Vordergrund stehen, sondern die Reise als solche. Wir sind überzeugt, diese nur dann intensiv erleben können, wenn wir uns smart nach Down Under bewegen, was für uns bedeutet, uns (soweit als möglich) freizumachen von festgesetzten Rahmenbedingungen, nur um die nötige Aufmerksamkeit zu erlangen. Clever diesen Weg zu beschreiten bedeutet für uns, ihn langsam, aufmerksam, flexibel und vor allem, ohne äußeren Druck und starre Rahmenbedingungen zu gehen. Wir möchten Abzweigungen nehmen können, die möglicherweise in Sackgassen führen, aber auch solche, die unerwartete Überraschungen für uns bereit halten. Wir möchten leben, erleben und geniessen, möchten lachen, weinen und wüten dürfen. Wir möchten Zeit haben, um spüren zu können, was eine solche Reise mit uns macht, wie die Erlebnisse und Erfahrungen uns verändern. Wir wünschen uns, dass dieser Weg von vielen Menschen gekreuzt und begleitet wird, die dieses Jahr prägen.

Der Leitfaden für unsere Reise soll den Menschen und dessen Geschichten in den Mittelpunkt stellen. Wir möchten Ruhe, Intensität, Zeit und Geduld als Eckpfeiler sehen und die Geschehnisse auf dem Weg in den Fokus stellen. Unserem Gefühl und unserer Geschwindigkeit entsprechend möchten wir losziehen, mit offenen Augen und ehrlichem Interesse langsam in die Lebenswelten der Menschen eintauchen und von ihren Freuden und Nöten erfahren. Nur so, glauben wir, dem hehren Ziel des Individualreisenden und der Wirklichkeit ein wenig näher kommen zu können.

Und so werden wir Mitte Juli 2016 mit dem Rucksack und einem ersten Bus- oder Bahnticket in Köln starten. Über Polen, Weissrussland, Russland, die Mongolei und China möchten wir über Land nach Südostasien fahren. Welcher Länderroute wir hier folgen, werden wir erst unterwegs entscheiden. Führen soll uns diese über Indonesien bis nach Australien, wo wir im Sommer 2017 ankommen möchten.