Ich glaub, ich bin in China! – Ein Deja Vú in Melaka

von Edith

Melaka – Eine pittoreske Grossstadt in Südostasien?

Pittoresk ist nicht unbedingt das Adjektiv, dass ich mit einer südostasiatischen Grossstadt assoziieren würde. Doch vor allem der Einfluss portugiesischer und niederländischer Kolonialherrschaften haben ihre architektonischen Spuren hinterlassen, durch die das historische Zentrum und ein Teil des inneren Stadtkerns von Melaka noch heute zum reizvollen Flanieren einlädt.

Der Rote Platz in Melaka

Fast schon eine Gracht

Die historischen Kolonialgebäude verteilen sich rund um den Roten Platz, dessen Bezeichnung wohl auf die gleichermassen gestrichenen Fassaden zurück geht. Mich aber beeindrucken die Gassen der Altstadt, westlich des Flusses, weit mehr. Eng beieinander stehende, bunte, kleine Häuser säumen die Strassen.

Mit viel Liebe zum Detail sind hier Gästehäuser, Cafés und kleine Restaurants entstanden, die die Atmosphäre dieses Areals ausmachen. Rückseitig grenzen manche der Unterkünfte und Lokale an die Uferpromenade des Sungai Melaka, der an eine niederländische Gracht erinnert. Gemütliche Sitzplätze laden zum Verweilen.

Eine bunte Mischung in Melaka

Zahlreiche Museen, historische Plätze und architektonisch interessante Orte zeichnen Melaka aus. Auch hier wird wieder einmal deutlich, wie die unterschiedlichsten Kulturen als ein Volk zusammen leben. Die Sprache und Traditionen alter Kolonialherren sind bei deren Nachfahren noch ebenso präsent wie die chinesischen und indischen Einflüsse. Buddhistische Tempel locken neben hübschen Moscheen und pompösen christlichen Kirchen. Saris, Kopftücher und asiatischer Schick – alle sind sie Malaien.

Masjid Selad Melaka

Ich glaub, ich bin in China – Ein Deja Vú in Melaka

Können wir der schmucken Oberfläche dieser Stadt etwas abgewinnen, befinden wir uns gleichermassen in einer Zeitmaschine, die uns zurück zu den Anfängen unserer Reise bringt. Wir fühlen uns konfrontiert mit einem der wenigen Kritikpunkte, die uns das Leben und Reisen im wunderbaren China manchmal etwas anstrengend gemacht haben.

Nicht nur zum beliebten Nachtmarkt am Wochenende rollen hier die Reisebusse mit Touristengruppen an. Ob Malaien oder tatsächlich Chinesen ist völlig irrelevant, denn das Spektakel vollzieht sich gleichermassen. Ein Touristenführer scheucht Familien mit Kindern, Paare und junges Volk von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, um am Abend in der dichtgedrängelten Jonker Street auf Souvenir-Jagd zu gehen und sich kulinarisch zu auszuprobieren.

Selamat jalan, Malaysia!

Wir kehren Melaka und somit auch Malaysia schon wieder den Rücken. Es wird Zeit uns auf die Reise in Richtung Indonesien zu begeben, denn hier möchten wir endlich wieder Freunde aus der Heimat treffen. Doch bis dahin haben wir noch einen langen Weg über Land und Wasser zu beschreiten. Selamat jalan, Malaysia!

Hier geht es weiter.

Selamat Jalan Malaysia

*HINWEIS: Dieser Bericht enthält Werbung und Affiliate-Links. Das bedeutet, dass wir für alle Artikel oder Unterkünfte, die Du über einen solchen Link auf unserer Website kaufst oder buchst eine kleine Provision erhalten. Wir empfehlen nur Produkte, die wir auch selber nutzen oder guten Gewissens empfehlen können. Dabei entstehen Dir keine Mehrkosten.

Das könnte Dich auch interessieren

1 Kommentar

ub54@gmx.net 5. November 2017 - 6:51 pm

HALLO EDITH und STEPHAN
Danke für die schönen Berichte und die tollen Fotos. Es macht so schön das Fernweh wach!
Wir denken an euch und freuen uns auf die nächsten Wochen…..
LG Ulrich und Renate

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu Aktzeptieren Weitere Informationen