Gjirokastra – Die Stadt der Steine

von Edith
Gjirokastra in Albanien - Blick auf die alte Festung und den Uhrturm

Gjirokastra – Die Stadt der Steine

Gjirokastra (oder auch Gjirokaster) – Die Stadt der Steine zählt neben Berat zu einer der ältesten Städte und wichtigsten Kulturzentren in Albanien. 2005 erklärte die UNESCO die südalbanische Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten zum Welterbe.

Auf den ersten Blick scheint Gjirokastra unspektakulär. Spätestens der erste Besuch der Altstadt und der alten Festung werden aber zu einem kleinen Highlight. Hoch über der Stadt thront die Befestigungsanlage, in deren Schatten sich das alte Basarviertel schmiegt. Steile, kopfsteinpflasterne Wege schlängeln sich durch die Altstadt entlang kleiner, herausstechend hübscher Häuser. Ein grosses Areal auf der Burg bietet einen weiten Rundblick ins Flusstal des Drinos. Spätestens jetzt sollte die Neugier eingesetzt haben, dieser Region ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Steindächer sorgen für Wohlfühltemperatuen

Das Bild der Altstadt ist geprägt von der sogenannten „Balkanarchitektur“. Weissgetünchte Gebäude mit grossen Holzfenstern und -toren und kleinen Innenhöfen stechen im Viertel rund um den alten Basar ins Auge. Seinen Beinamen hat Gjirokastra erhalten, weil die Dächer der Gebäude in der Altstadt schon seit vielen Jahrhunderten mit Steinplatten gedeckt sind. Zum einen waren die Steinplatten günstiger als Ziegel, zum anderen zeigten sie sich von Vorteil, um die Temperaturen in den Häusern zu regulieren. Bleibt es im Sommer innen recht kühl, so kann die Kälte im Winter nicht von aussen durchdringen.

Ein steiler Aufstieg zum Castle in Gjirokastra

Von der Hauptstrasse schlängelt sich eine Strasse bergauf bis unterhalb der Altstadt. Obwohl Gjirokastra ein Besuchermagnet in Albanien ist, ist das Parken hier immer noch kostenfrei. Vom Parkplatz aus führt der Weg durch die pittoresken kopfsteingepflasterten Gässchen der Altstadt bis hoch zur alten Festung der Stadt.

Durch einen hohen Torbogen gelangst Du ins Innere der Burg, wo Dich ein Museum und urige Artefakte aus längst vergangenen Zeiten erwarten. Im Hof erzählt ein kleines, altes Flugzeug die politisch zurechtgerückten, gegensätzlichen Legenden eines US-amerikanischen Piloten. Die Lockheed T-33 landete 1957 im Mittelalbanien, wobei die Umstände rund um diesen Vorfall unterschiedliche Perspektiven haben. Schliesslich wurde das Flugzeug aber in der Burg als Museumsstück ausgestellt.

Ein weites Plateau zieht sich schliesslich bis zum alten Uhrturm oberhalb des Nordost-Tors. Je nach Standort auf dem weitläufigen Gelände, ist hier die schon erwähnte traumhafte Aussicht auf die Altstadt und die Flussebene des Drinos gegeben.

Campingplätze in Albanien und Albanien Reisetipps

Albanien Reisetipps und Informationen

Ist Albanien Dein nächstes Reiseziel? Oder haben Dich die Bilder und Beschreibungen über das südosteuropäische Land inspiriert? Egal, ob Du mit dem Flieger, dem eigenen Auto, dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs bist. Ob Du zeltest, campst oder Dir Unterkünfte suchst. Wir haben Dir unter unseren Albanien Reisetipps alle wichtigen Infos und Hinweise für Deinen Urlaub in Albanien zusammengestellt.

Die Ali Pascha Brücke

Nimm Dir Zeit und lass Dich treiben, um die Atmosphäre dieser Stadt einzusaugen und die eindrucksvollen Gebäude zu besichtigten. Auch ein Besuch im ethnografischen Museum kann ein lohnenswerter Zeitvertreib sein. Darüber hinaus sind ein oder zwei Ausflüge ins Umland Gjirokastras sehr empfehlenswert.

Ein kurzer Spaziergang aus dem Ort hinaus führt zu einem schönen Ziel abseits der Touristenpfade. Die Ali Pascha Brücke ist Teil eines aus dem 19. Jahrhundert stammenden Aquädukts. Benannt nach dem Mann, der erkannt hat, dass Gjirokastra ein Wasserleitsystem braucht. Vom 10km entfernten Mount Sport her kommend konnte das Wasser die Zisterne der Burg füllen und somit die Menschen mit Wasser versorgen.

Ali Pasha Bridge - Ali Pascha Brücke - Gjirokastra, Albanien
Die Ali Pascha Brücke

Die Brücke von Kordhoca

Aus etwa der gleichen Zeit stammt auch eine osmanische Bogenbrücke über den Drino, die nahe des Ortes Kordhoca (südlich von Gjirokastra) liegt. Die Ura e Kordhocës oder auch Brücke von Kordhoca überspannt den Drino mit 5 Bögen und stellte einen wichtigen Weg dar, der Gjirokastra mit den Orten jenseits des Flusses verband. Heute ist die 103 Meter lange Brücke ein hübsches Fotomotiv vor den Bergen des Umlands.

Brücke von Kordhoca (Ura e Kordhocës) bei Gjirokastra
Die Brücke von Kordhoca

Ein Ausflug in die Bergwelt rund um Gjirokastra

Zum Wandern bietet die Umgebung Gjirokastras verschiedene Möglichkeiten. Nähere Informationen hierzu stellt die Touristeninformation zur Verfügung. Mit dem eigenen Auto ist aber auch ein Ausflug in die Berge bis auf den Mali i Cajupi optional. Eine asphaltierte und kaum befahrende Strasse führt Dich dorthin. Durch die Orte Valare und Erind gelangst Du über eine Strecke dorthin, die mit wundervollen Ausblicken über das gesamte Drinotal besticht. Mit einem Allradfahrzeug ist es möglich eine grosse Rundroute weit über den Berggipfel hinaus zu planen.

Die Umgebung von Gjirokastra
Wir erkunden mit dem Auto die Umgebung von Gjirokastra

Alte Ruinen und traumhafte Badestellen

Rund um Gjirokstra herum sind alte Ruinen oder hübsche Kirchen in den kleinen Dörfern allgegenwärtig. Etwa 40km weiter im Norden liegt die Stadt Tepelena, die selbst mit einer Burganlage aufwartet. Auf dem Weg dorthin und weiter bis in die Berge nach Korca windet sich die Strasse an den Ufern der Vjosa. An dem traumhaften Fluss finden sich zahlreiche schöne Badestellen, die zum Teil auch zum freien Campen wunderbar geeignet sind.

Unterkünfte in Gjirokastra

In Gjiorokastra gibt es eine bunte Auswahl von Unterkünften. Eine Reihe verschiedener Hotels kannst Du schon im Vorfeld z.B. über Booking.com* buchen. Wir haben auf dieser Plattform immer gute Erfahrungen gemacht, wenn wir uns an den Bewertungen (mindestens 7,5) orientiert haben. Hier findest Du auch das Stone City Hostel*. Da wir in Gjirokastra gecampt haben, stand eine Unterkunft für uns nicht für zur Debatte. Allerdings hat uns das Hostel und die äusserst positiven Bewertungen sehr angesprochen. Schau doch einfach mal bei Booking.com* rein und mach Dir selbst ein Bild.

Alternativ finden sich auch in Gjirokastra einige gute Optionen über die Plattform Airbnb* Zimmer oder ganze Wohnungen zu mieten. Wenn Du zum ersten Mal bei Airbnb buchen möchtest, dann bekommst Du von uns 25€ Rabatt auf Deine erste Buchung*.

Campingplätze in Gjirokastra

Gjirokastra verfügt über gleich drei Campingplätze, von denen Ora RV Camping* mitten in der Stadt an der Hauptstrasse liegt. Etwas außerhalb gibt es gleich zwei Plätze, die fussläufig von der Innenstadt aus zu erreichen sind. Bis in die Altstadt hätten wir in unserem moderaten Lauftempo vielleicht eine halbe Stunde gebraucht. Mehr dazu findest Du auch in unserem Blog-Artikel Campingplätze in Albanien – Unsere 7 Favoriten.

Camping Gjiorokastra

Wir können Camping Gjirokastra sehr empfehlen. Der praktische, gepflegte Stadtcampingplatz ist an ein Hotel mit hübschen Gartenrestaurant und Pool angegliedert. Er bietet Sonnenschutzdächer, Wasserhähne und Strom an den Stellplätzen. Die Sanitäranlagen sind top und immer sauber. Zudem bietet Camping Gjirokastra einen wundervollen Blick auf die umliegenden Weinfelder und die Abendlichter der Altstadt Gjirokastras.

Ist Gjirokastra einen Besuch wert?

Ein klares Ja von unserer Seite. Denn nicht nur durch die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt ist dieser Ort so besonders. Nimm Dir Zeit und begebe Dich auf eine Entdeckungstour ins Umland. So wirst Du Albanien von seiner menschenleeren, ländlichen Seite erleben und lieben lernen. Für eine Reise nach Albanien sind aus unserer Sicht drei Grundsätze zu beachten: Zeit mitbringen, langsam und intensiv reisen und schliesslich auch mal spontan sein und was Ungeplantes erleben.

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